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Immer mehr Musiker suchen ihr Glück in neuen Vertriebsmodellen

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EAGLES

Das neue Album gibt’s in den USA nur bei Wal-Mart – und natürlich als Download. Zugegeben, kein neues Modell: Schon vor Jahren hatte Countrystar Garth Brooks den exklusiven Vertriebsweg getestet. Doch verkehrt die Eagles-Klientel wirklich beim Discounter mit dem biederen Image? Ist der Imageschaden nicht größer als jedes pekuniäre Plus? Das Eagles-Management verweist auf die höhere Gewinnspanne: Wal-Mart muss mit den Erlösen keine Nachwuchsbands fördern, kann also problemlos mehr zahlen als jede Plattenfirma. Interessant wird in dieser Hinsicht das neue Starbucks-Modell: Nicht nur Etablierte wie McCartney sollen dort verkauft werden, sondern auch der vielversprechende Nachwuchs.

NINE INCH NAILS

Nach 16 Jahren beim Label Interscope zog Trent Reznor einen radikalen Schlussstrich – und veröffentlichte dieses Stament: „As of right now Nine Inch Nails is a totally free agent, free of any recording contract with any label. I have watched the business radically mutate from one thing to something very different and it gives me great pleasure to be able to finally have a direct relationship with the audience as I see fit and appropriate. Exciting times, indeed.“

CLIFF RICHARD

Mit seinem 78. Album ging der Pop-Veteran überraschend neue Wege: Der Preis für den Download bemisst sich an der Anzahl der Vorbestellungen, die in den zwei Wochen vor Veröffentlichung am 12. November eingingen. Der anfängliche Preis von 7,99 £ werde sich dann bis auf 3,99 £ reduzieren, wenn entsprechende Vorbestellungen eingehen. Am Ende zahlen alle Käufer denselben Durchschnittspreis. Im Falle von Radiohead, die den Preis völlig offen ließen, hat sich laut Insidern der Preis bei 4 £ eingepegelt.

RAY DAVIES

Nach dem Prince-Album „Planet Earth“ war „Working Man’s Cafe“, das neue Album des einstigen Kinks-Kopfes. die zweite CD, die einer englischen Tageszeitung beigelegt wurde. Die „Mail On Sunday“, die im Juli das Prince-Album unters Volk gebracht hatte, verkaufte an diesem Sonntag rund 25 Prozent mehr – sackte am nächsten Wochenende aber in gleicher Höhe wieder ab. Die Summe, die an Prince gezahlt wurde, übertraf allerdings die Einnahmen, die er aus dem regulären CD-Verkauf in England erzielt hätte.

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