„Imperial March“ gegen AfD: Clueso und Bosse rocken Erfurt

Während die AfD in Erfurt tagte, sorgten Clueso und Bosse mit einem Protest-Konzert für Gänsehaut.

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Das vergangene Wochenende in Erfurt sorgte im Vorfeld für großes Aufsehen. Begleitet von unzähligen Protestaktionen versammelte sich die AfD am 4. und 5. Juli auf dem Messegelände und bekam direkt musikalische Unterstützung. Denn während versucht wurde, einen Plausch über die Zukunft der Partei zu führen, erklang im Hintergrund der „Imperial March“ von John Williams aus „Star Wars“. Nach genauerer Suche wurden letztlich mehrere Bluetooth-Boxen als Übeltäter festgemacht.

Apropos musikalische Harmonie: Die beiden deutschen Musikpoeten Clueso und Bosse sind ebenfalls nicht nur musikalisch gesehen ein perfekter Fit. Während die Reden der AfD von Darth Vader gesponsert wurden, performen die Musiker direkt zweimal gegen den Rechtsruck. Doch wer genau hatte jetzt das Glück, die Künstler performen zu sehen, und warum war jetzt auch Bosse auf dem Clueso-Konzert zu sehen?

Ein Zufall mit Symbolkraft

Als Clueso sein Konzert für Erfurt plante, wusste er noch nicht, dass die AfD passend zum 100. Jahrestag des ersten Reichsparteitags der NSDAP, am 4. Juli, stattfinden wird. Doch wie es der Zufall will, passt ein Konzert von Clueso wie der „Imperial March“ zu Björn Höcke. Denn Clueso selbst sprach sich in der Vergangenheit bereits mehrfach gegen die AfD aus. Er bedauerte zuletzt, dass er ein Konzert am Protesttag spiele und daher eventuell nicht selbst teilnehmen könne. Jedoch schaffte er es, vor seinem eigenen Konzert am Domplatz kurz beim Messegelände vorbeizuschneien und mit Bosse ein paar Lieder zum Protest zu spielen.

Die „schönste Zeit“

Das Bündnis Zusammenstehen organisierte am 4. Juli eine Hauptkundgebung am Messegelände, auf welcher auch musikalische Acts wie Bosse um 17:00 und Jolle um 18:00 auftraten. Und siehe da, nicht nur Bosse stand auf der Bühne, sondern auch Clueso schaffte es noch vor seinem eigentlichen Konzert auf dem Domplatz Präsenz zu zeigen. Und nachdem Bodo Ramelow sich mit den beiden Musikern blitzen ließ, machten sie sich auf den Weg, vor 15.000 zahlenden Zuschauern zu spielen. Die Message von Clueso erklingt klar und deutlich durch die Lautsprecheranlagen: „Rennt nicht mit verdickten Nazis rum, ihr Idioten!“, brüllt er ins Mikro. Ein versöhnliches Ende konnte letztendlich noch Bosse mit „Schönste Zeit“ bringen. Und so triumphiert die rosarote Poesie über dem imperialen Sturmtruppenmarsch.

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