James Earl Jones: Der lange Abschied von der „Dunklen Seite der Macht“


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Es war im legendären Punk-Jahr 1977, als US-Schauspieler James Earl Jones den Weltraum-Dunkelmann Darth Vader zum ersten Mal vertonte. Der Afro-Amerikaner mit der bassig-sonoren Stimme hatte seine erste Filmrolle bereits im Jahr 1964 in Stanley Kubricks „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“. Im Verlauf seiner langen Karriere spielte er als vielseitiger Akteur sowohl im Theater als auch in Film- und TV-Serienrollen.

„Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ in der Kritik:

Mitte der Siebziger wurde „Stars-Wars“-Vater George Lucas auf ihn aufmerksam. Er setzte Jones‘ Stimme in „Krieg der Sterne“ für seine Verkörperung des Bösen ein, die hinter der emblematischen Maske von David Prowse verkörpert wurde. Anfangs noch für ein eher moderates Synchronsprecher-Honorar.

Doch mit steigendem Kult- und Welterfolgs-Charakter der Space-Saga wurde die Stimme selbst zum Markenzeichen – und Erfolgsschlager in Marketing und Werbung.

George Lucas (li.) mit James Earl Jones

Nun hat der mittlerweile 91-Jährige die Rechte an der Stimme für die Figur an „Lucas Film“ überschrieben, wie Tontechniker Matthew Wood in einem Artikel des US-Magazins „Vanity Fair“ enthüllte. Für die Zukunft soll ein auf „Artificial Intelligence“ (AI) basierender Sprachcomputer den markanten Bariton des Schauspielers für neue Darth-Vader-Sprüche nachbauen.

Soundmischer Wood sagte gegenüber „Vanity Fair“, dass auch er überlege, seinen Job am Mischpult zu quittieren. Mit anderen Worten: Er würde künftig einem Computer die Arbeit an einer Figur überlassen, die selbst zum Teil ein Computer ist. Theorie und Praxis der Mensch-Maschine sind schon längst in Hollywood angekommen …

ca /dj