Jetzt heißt es: Endstation Reha für Shia LaBeouf
Der 39-Jährige kam gegen eine Kaution von 100.000 Dollar frei – und entging so einer Gefängnisstrafe, muss aber wöchentlich Drogentests absolvieren.
Shia LaBeouf wurde nach seiner Festnahme in New Orleans zu einem sofortigen Drogentest verpflichtet und muss zurück in die Reha. Der Schauspieler, bekannt aus „Holes“, war Anfang des Monats während der Mardi-Gras-Feierlichkeiten in New Orleans wegen zweier Fälle einfacher Körperverletzung festgenommen worden.
Der 39-Jährige entging einer Gefängnisstrafe, indem er sich zu einer Behandlung bereit erklärte und am Donnerstag gegen eine Kaution von 100.000 Dollar auf freien Fuß kam. Außerdem stimmte er wöchentlichen Drogentests zu. LaBeouf war festgenommen worden, nachdem er laut Strafverfolgungsbehörden einen „Aufruhr verursacht“ und sich zunehmend „aggressiv“ verhalten hatte, bevor er bei einer Schlägerei vor einer Bar nahe dem French Quarter zwei Personen schlug. Einem Polizeibericht zufolge soll LaBeouf dabei homophobe Beleidigungen gegen die Beteiligten gerufen haben.
Richterin Simone Levine vom Orleans Parish Criminal Court rügte einen sichtlich betroffenen LaBeouf von der Richterbank aus – so berichtete es die Associated Press. Sie sagte, er scheine seine „Alkoholsucht nicht ernst zu nehmen“, und zweifelte daran, dass er „mit seinem Alkoholkonsum umgehen“ könne. Levine lehnte zudem LaBeoufs Antrag ab, im März für „religiöse Anlässe“ nach Rom zu reisen – darunter die Taufe seines Vaters.
„Dieses Gericht glaubt nicht, dass er den Ernst dieser Vorwürfe versteht“, sagte Levine und fügte hinzu, LaBeouf’s Verhalten gebe Anlass zur Sorge im Hinblick auf „die Sicherheit der weiteren Gemeinschaft, insbesondere gegenüber einer marginalisierten LGBTQ+-Gemeinschaft, die so viel Terror erlebt hat“.
LaBeouf wurde noch nicht formell angeklagt. Seine lokale Strafverteidigerin Sarah Chervinsky wehrte sich gegen die Reha-Anordnung und die Kaution von 100.000 Dollar: Es sei kein Verbrechen, während des Mardi Gras betrunken zu sein, berichteten lokale Medien. Chervinsky erklärte, der am Donnerstag durchgeführte Drogentest ihres Mandanten habe keine illegalen Substanzen in seinem Blut nachgewiesen. (Der ROLLING STONE hat Chervinsky um eine weitere Stellungnahme gebeten.)
Über das Mardi-Gras-Wochenende kursierten in den sozialen Medien mehrere Videos, die einen offensichtlich angetrunkenen LaBeouf beim Feiern auf den Straßen von New Orleans zeigen – darunter auch die Szene, die zu seiner Verhaftung führte. Nach seiner Freilassung wurde LaBeouf dabei gesichtet, wie er ein Bier trank und sich beim Beobachten der ausgelassenen Feierlichkeiten mit Fans ablichten ließ.
Beunruhigendes Verhalten am Filmset
Schon Monate vor LaBeoufs Festnahme hatte sein zunehmend unkontrolliertes Verhalten am Set seines kommenden Films „The Rooster Prince“ für Besorgnis gesorgt, wie Produktionsquellen dem ROLLING STONE zuvor berichteten. „Er war völlig außer Rand und Band“, sagt ein Produktionsmitglied, das im vergangenen November am Filmset in Oklahoma gearbeitet hatte. „Ich glaube nicht, dass er stabil ist. Ich glaube nicht, dass er das seit einer Weile war.“
LaBeouf hatte in der Vergangenheit offen über seine angebliche Nüchternheit gesprochen und 2020 erklärt, er befinde sich in Therapie und einem Zwölf-Schritte-Programm, nachdem FKA Twigs ihn während ihrer Beziehung körperlicher, emotionaler und psychischer Misshandlung beschuldigt hatte. Noch im März des vergangenen Jahres gab er an, nüchtern zu sein, und nannte Schauspieler wie Mel Gibson und Sean Penn als diejenigen, die ihm geholfen hätten.