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Joss Whedon soll Gal Gadot gedroht haben, ihre Karriere zu ruinieren


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Seit einigen Monaten gibt es immer mehr Informationen, die ein schlechtes Licht auf den „Justice League“-Regisseur und „Buffy – Im Bann der Dämonen“-Schöpfer Joss Whedon werfen. Nun hat Schauspieler Ray Fisher ein ausführliches Interview gegeben, in dem der Darsteller und andere anonyme Quellen behaupten, der Regisseur habe sich beim Dreh von Justice League „herablassend“ gegenüber den Schauspieler:innen verhalten.

Laut den von „The Hollywood Reporter“ zitierten Quellen war der „größte Konflikt, dass Whedon Gadot dazu drängte, Zeilen einzusprechen, die ihr nicht gefielen, und damit drohte, Gadots Karriere zu ruinieren – und dass er ,Wonder Woman‘-Regisseurin Patty Jenkins verunglimpfte“. Zudem, so eine Quelle, habe Whedon stets damit geprahlt, Gadot gesagt zu haben, er sei der Autor und sie müsse die Klappe halten und die Zeilen sagen, sonst könne er sie unglaublich dumm in diesem Film aussehen lassen. Der Grund für Gal Gadots Unzufriedenheit am Set war laut einer weiteren Quelle, dass sie „Probleme damit hatte, dass ihr Charakter aggressiver ist als ihr Charakter in ,Wonder Woman‘. Sie wollte die Figur von einem Film zum nächsten übergehen lassen“. Neben mehreren anonymen Quellen hat sich jedoch auch Gal Gadot selbst in einem Statement zu Whedon geäußert. Gegenüber dem „Hollywood Reporter“ sagte sie: „Ich hatte meine Probleme mit [Whedon] und Warner Bros. hat sie in einer angemessenen Weise behandelt.“

Joss Whedon ist schon länger in der Kritik

Zuvor beschuldigte die Schauspielerin Charisma Carpenter – die durch ihre Rolle in der Teenie-Mystery-Serie und dem darauffolgenden Spin-Off „Angel“ bekannt geworden ist – den Regisseur des missbräuchlichen Fehlverhaltens am Set. Damit schließt sie sich den Aussagen des Schauspielers Ray Fisher an, der Whedon schon seit längerem rassistische und beleidigende Verhaltensweisen am Set des DC-Films „Justice League“ (2017) vorwirft.

Carpenter postete Anfang Februar 2021 einen ausführlichen Text auf Instagram, indem die 50-jährige Schauspielerin mehrere Situationen beschreibt, in denen der Erfinder der Show ihr gedroht, sie beleidigt oder verstört habe. So habe Whedon mehrfach passiv-aggressiv damit gedroht, sie zu feuern, als sie während der Dreharbeiten zu „Angel“ schwanger war, berichtet Carpenter. „Während er sein Fehlverhalten amüsant fand, diente es nur dazu, meine Leistungsangst zu verstärken, mich zu entmachten und mich von meinen Kollegen zu entfremden. Die verstörenden Vorfälle lösten einen chronischen, körperlichen Zustand aus, unter dem ich immer noch leide. Mit klopfendem, schwerem Herzen sage ich, dass ich in Isolation und zeitweise destruktiv damit umgegangen bin.“ Zudem, so Carpenter, habe der „Avengers“-Regisseur sie „gegenüber Kollegen kaltschnäuzig als ,fett‘ bezeichnet“, als sie im vierten Monat schwanger war.

+++Dieser Artikel erschien ursprünglich auf musikexpress.de+++


Golden Globes: Sacha Baron Cohen greift „rein weiße“ Auslandspresse an

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