Justus Frantz wegen fehlender Maske aus ICE geworfen: „So etwas habe ich noch nie erlebt!“


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Der Pianist und Dirigent Justus Frantz ist am 18. September mit dem ICE auf dem Weg vom Hamburger Dammtor zum Berliner Hauptbahnhof gewesen. Medienberichten zufolge musste er allerdings nach Aufforderung eines Schaffners den Zug noch vor seinem Reiseziel verlassen, da er sich nicht an die vorgeschriebenen Corona-Maßnahmen gehalten habe.

Frantz soll keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben, da er zuvor im Bord-Bistro „ein opulentes Essen“ bestellt habe: „Ich hatte mir im Speisewagen ein opulentes Essen bestellt. Bratwurst, Kartoffelstampf, Sellerie, Bier, Wasser, Kaffee. Da kam der Zugbegleiter, forderte mich auf, meine Maske aufzusetzen“, so der Pianist gegenüber der „Bild“-Zeitung. Weiterhin sagte er, dass er mehrmals versucht habe, dem Schaffner zu erklären, dass er mit angezogener Maske nicht essen könne, doch dieser habe ihn trotzdem zurechtgewiesen. Er erklärte weiter: „Er ließ aber nicht von mir ab, sagte mir, ich müsse sonst den Zug verlassen und pochte auf sein Hausrecht. So etwas habe ich noch nie erlebt!“.

Endstation: Berlin-Spandau

Als Frantz den ICE vorzeitig in Berlin-Spandau verließ, soll er von zwei Polizisten empfangen worden sein. Anschließend habe er sich in ein Taxi gesetzt und sein Reiseziel fortgesetzt. Er war auf einem Charity-Konzert für die Kindertafel „Kinder in Not“ eingeladen. Bis dato hat sich die Deutsche Bahn noch nicht konkret zu dem Vorfall geäußert. So hieß es lediglich in einer Erklärung: „Den von Herrn Frantz beschriebenen Vorfall nehmen wir sehr ernst und prüfen ihn derzeit intern. Dieser Vorgang ist noch nicht abgeschlossen, daher können wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter dazu äußern“.