Highlight: Michael Jackson: Ein Leben in Bildern

„Leaving Neverland“: Belegen Michael Jacksons Bodyguards die „Bahnhof-Story“?

Die von einem der „Leaving Neverland“-Ankläger vorgebrachten Aussagen, Michael Jackson habe James Safechuck am Bahnhof der Neverland Ranch sexuell missbraucht, könnten durch Details von zwei Leibwächtern Jacksons nachgewiesen worden sein.

Safechucks Aussagen von 2014 wurden kritisiert, weil sie diverse Ungereimtheiten enthalten haben sollen. Der Ankläger aus der Doku behauptete, dass Jackson ihn von 1988 bis 1992 sexuell missbraucht habe, unter anderem auch im Obergeschoss des Bahnhofes der Neverland Ranch.

Der Michael-Jackson-Biograf Mike Smallcombe hatte die Behauptungen des 41-Jährigen kürzlich kritisiert und mit einem Post der Baugenehmigung darauf hingewiesen, dass die Zugstation erst 1993 freigegeben und ein Jahr später eröffnet wurde.

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Neverland-Bahn fuhr scheinbar schon früher

Jetzt wurden Berichte von zwei früheren Bodyguards des „King of Pop“ offen gelegt, die nahezulegen scheinen, dass der Bahnhof doch schon früher einsatzbereit war.

In ihrem Buch „Remembering The Time 2014: Protecting Michael Jackson In His Final Days“ erzählen Bill Whitfield und Javon Beard, dass „1990 Michael Jackson zum ersten Mal die Tore seiner Neverland Valley Ranch für das Publikum öffnete“.

Michael Jackson live in Wembley, im Jahr 1988
Michael Jackson live in Wembley, im Jahr 1988

So heißt es weiter: „Neverlands Besucher betraten die Ranch an ihrem Bahnhof und bestiegen eine Dampfmaschine, die sie zum Haupthaus brachte.“

Der US-Autor Randall Sullivan bestätigte unabhängig davon das Datum in seiner Biografie von 2012 „The Strange Life And Tragic Death Of Michael Jackson“.

„Reporter, die eingeladen wurden, Neverland bei der öffentlichen Enthüllung 1990 zu bereisen, begannen am häufigsten mit der Inspektion der hoch aufragenden Statue des Merkurs (des römischen Gottes des Profits, des Handels und des Handels) während der Fahrt durch die Villa.“

Der Regisseur der Doku, Dan Reed hatte auf Twitter einen möglichen Fehler bezüglich der Daten eingeräumt, indem er zugab, dass es „keinen Zweifel an dem Datum des Bahnhofes gibt“. Auf Smallcombes Kritik postete Reed: „Das Datum, bei dem Sie falsch liegen, ist das Ende des Missbrauchs.“

An mehreren Orten missbraucht

In einer zusätzlichen Erklärung sagte der Filmemacher, dass die Dokumente nicht mit den Behauptungen im Film kollidierten, da der sexuelle Missbrauch auch nach dem Bau des Bahnhofes noch vorgeworfen wird. „James Safechuck war sowohl vor als auch nach dem Bau des dortigen Bahnhofs auf Michael Jacksons Neverland Valley Ranch anwesend“, sagte Reed und fuhr fort:

„Die beiden in der Dokumentation gezeigten Standbilder des Bahnhofs wurden von Safechuck aufgenommen und dem Filmemacher von ihm zur Verfügung gestellt. Safechucks Aussage im Film ist, dass er von Jackson über mehrere Jahre hinweg an mehreren Orten missbraucht wurde, bis in seine Jugend hinein.“

Nachlassverwalter der Jacksons hatten zu einem früheren Zeitpunkt die Aussagen Safechucks und Robsons scharf verurteilt. Den Anklägern aus der Doku gehe es demnach nur um Geld und Einschaltquoten.

Peter Still Redferns
Dave Hogan Getty Images

TV-Tipp: „Leaving Neverland“ – ProSieben zeigt Michael-Jackson-Doku

Die Doku „Leaving Neverland“ wird auch in Deutschland gezeigt, und zwar bald: Am 06. April zeigt ProSieben den umstrittenen Film, in dem zwei Männer behaupten, im Kindesalter von Michael Jackson sexuell missbraucht worden zu sein. ProSieben zeigt „Leaving Neverland“ am 6. April zur besten Sendezeit ab 20:15 Uhr. Während der US-Sender HBO die Dokumentation in zwei Teilen ausstrahlte, präsentiert der deutsche Sender den Film an einem Stück. Die Ausstrahlung lässt sich Pro Sieben anscheinend einiges kosten. Der Preis für die Senderechte liege „genau in dem Rahmen, den man bei internationalen Dokus dieser Größe erwarten kann“, teilte ein ProSieben-Sprecher auf Anfrage des…
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