Lorde im ROLLING STONE Style Check


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Video 

In ihrer Wahrnehmung verknüpft Lorde, die Synästhetikerin ist, ihre Musik unweigerlich mit Farben und Texturen. In einem Interview mit der amerikanischen „Vogue“ verrät sie, dass ihr Debut-Album „Pure Heroine“ grün sei, „Melodrama“ violett und schließlich ihr neuestes Album „Solar Power“ goldfarben. Tatsächlich wird die visuelle Sprache von Lordes neuem Album maßgeblich von Gelbtönen bestimmt. Gleichzeitig bietet uns Lorde eine bisher unbekannte Portion Ironie, wenn sie an einer Fenchel-Bong zieht oder im Video zu „Mood Ring“ mit rauchendem Salbei wedelt.

Besonders im Video zur gleichnamigen Single „Solar Power“ suchen Fans nach möglichen Referenzen. Eine beliebte Vermutung ist, dass sich das Team um Regisseur Joel Kefali (Lorde ist übrigens Co-Regisseurin) einiges aus dem Film „Midsommar“ von Ari Aster abgeguckt hat. In einem „New York Times“-Interview bestätigt Lorde dies, nennt aber gleichzeitig auch Coca-Cola-Werbungen aus den Sechzigern als Inspiration.

Style Inspiration

Lorde, die mit bürgerlichen Namen Ella Marija Lani Yelich-O’Connor heißt, wählte ihren Künstlernamen aufgrund ihrer Faszination für Königshäuser. Historisches hat sie auch in ihrem zweiten Album „Melodrama“ inspiriert, das unter anderem durch ihre Recherchen zu Theater im antiken Griechenland entstand. Ihr Hang zur Dramatik ist auch in den schwarzen Roben aus ihrer „Pure Heroine“-Zeit zu erkennen.

Generell lässt sich die in Auckland geborene Künstlerin aber auch von anderen Musikern beeinflussen. Ihr liebstes Stilvorbild ist David Bowie, aber auch Grace Jones, die in ihren Augen Schulterpolster und Hosen für Frauen chic gemacht hat.

Neben ihren eigenen Ideen holt Lorde sich regelmäßig Stylingberatung bei der amerikanischen Stylistin Karla Welch. Diese war bereits für einige der ikonischsten Looks von Lorde zuständig und kann mit Stars wie Justin Bieber oder Jennifer Lawrence einen hochkarätigen Kundenstamm vorweisen.

 

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Über Genres und Generationen hinweg: Lorde trifft auf David Byrne im aktuellen Heft.

Body Image

In einem Video-Interview mit der New York Times erzählt die 24-Jährige, dass sie mit 15, als sie ihre Sensationssingle „Royals“ schrieb, schüchtern war und ihren Körper vor den Kommentaren anderer schützen wollte. Also kleidete sie sich entsprechend in jenen Goth-Looks, die schnell zu ihrem Markenzeichen wurden. Mittlerweile trainiert die Neuseeländerin nach eigener Angabe regelmäßig und fühlt sich besser denn je. In ihrer Lead-Single „Solar Power“ aus dem gleichnamigen neuen Album singt sie von ihrer unübertroffenen Selbstliebe: „I’m kinda like a prettier Jesus.“ Auch auf ihrem neuen Albumcover zeigt sich die Künstlerin selbstbewusst und hüpft im knappen Bikini über ihre Freundin Ophelia Mikkelsen Jones, die dann aus der Froschperspektive das Foto schoss.

 

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