Spezial-Abo

Melt!: No sleep till Sunday. Der Nachbericht.


von

Am Sonntagmittag plötzlich, zum ersten Mal, ein Moment der Ruhe, des Durchatmens, des Rumschluffens und des Kräftesammelns – und vor allem: des Stillsitzens. Die Besucher des Melt! Festivals, die schon auf dem Gelände sind, hauen sich in Schatten oder Sonne und lauschen den Klängen der DJs von Melanie Melancholie – die ihrem Namen alle Ehre machen und wehmĂĽtige Klänge von Postal Service und Konsorten ĂĽber das Gelände wehen lassen. Fast kommt es einem so vor, als hinge ein jeder gerade seinem persönlichen Flashback nach. Was habe ich die letzten Tage so alles erlebt? Was war denn eigentlich da los?

Keine Frage, das Melt! in Gräfenhainichen bei Dessau ist eines dieser Festivals, das auf totale ReizĂĽberflutung setzt und gar nicht Stillstehen will. Selbst wenn hier auch die klassischen Indiefestival-Bands zum Tragen kommen, funktioniert das Festival eher nach den Regeln des beatbetriebenen Clublebens: Die Konzerte beginnen am späten Nachmittag und enden – allerdings nur auf den HauptbĂĽhnen – zu den Zeiten, in denen man sich sonst sein Butterbrot fĂĽr die Arbeit schmiert. Auch optisch weiĂź man auf dem Melt! nicht so recht, wann sich die Augen mal ausruhen können. Die Kulisse der „Stadt aus Eisen“ Ferropolis – einer Veranstaltungsstätte inmitten riesiger alter Braunkohlebagger – ist an sich schon eindrucksvoll genug, wenn man dazwischen nun aber auch noch eine Sternenkrieg-ähnliche Light- und Lasershow inszeniert, hat sich’s was mit Augenpause.

Erst am Sonntag kommt es dann zu den beschriebenen Momenten des Innehaltens. Dieser dritte Tag, der erst seit drei Jahren genutzt wird (seitdem man 2008 Björk als Headliner bekam, die aber nur sonntags Zeit hatte), bespielt nämlich nur noch einige wenigen BĂĽhnen und ist somit ein fast geruhsamer Ausklang des Festivalwochenendes – der sich in diesem Jahr dankenswerterweise auch mal im schönsten Sonnenschein zeigte, was nach zwei Jahren Schittwetter auch mal wieder Zeit wurde. So konnte man die (Melanie) Melancholie-Stunde in der Mittagszeit nutzen, mal kurz Revue passieren zu lassen, was denn eigentlich so los war…



Prince: „I Could Never Take The Place Of Your Man“ (1979 Version) (2020 Remaster)

Mit der 1979er-Version von „I Could Never Take The Place Of Your Man“ wurde jetzt nach „Witness of the Prosecution (Version 1)“ der zweite Song aus dem groĂźen Reissue von „Sign O' The Times“ veröffentlicht, das in verschiedenen Konfigurationen am 25. September 2020 erscheint. Es ist die älteste auf der Super Deluxe Edition enthaltene Aufnahme. Prince: I Could Never Take The Place Of Your Man https://www.youtube.com/watch?v=NAegR_IKlyc&feature=youtu.be Die Version zeigt Prince in bester Rockabilly-Manier, mit reduzierterem Arrangement als in der acht Jahre später auf seinem Meisterwerk veröffentlichten Fassung. Die 1979er-Version von „I Could Never Take The Place Of Your Man“ hätte…
Weiterlesen
Zur Startseite