Die besten Metal-Weihnachtslieder für unruhige, unheilige Nächte
15 Metal-Weihnachtssongs von AC/DC bis Christopher Lee – von düster bis witzig, perfekt für unheilige Festtage
Amon Amarth – „Viking Christmas“
Auf „Viking Christmas“ spricht sich die melodische Death-Metal-Band Amon Amarth gegen eine revisionistische christliche Geschichtsschreibung aus. Oder geben sie zu, dass sie trotz ihrer Blutgier auch Lebkuchen mögen? Das bleibt offen für Interpretationen.
King Diamond – „No Presents for Christmas”
„No Presents for Christmas” beginnt mit einer Muzak-artigen Interpretation einiger Weihnachtsklassiker, bevor King Diamond das Ganze mit teuflischem Gelächter zerreißt. Könnte es sein, dass King Diamond Satanist wurde, weil der Weihnachtsmann sein Haus ausgelassen hat, als er ein kleiner Junge war?
Dio mit Tony Iommi – „God Rest Ye Merry Gentlemen”
Es ist ein Beweis für die Kraft von Sabbath, dass selbst das jahrhundertealte „God Rest Ye Merry Gentlemen” mit einer kleinen Umgestaltung von einem freundlichen Weihnachtslied zu einem mitreißenden Song wird. Iommi liefert Riffs, die heavy genug für „Vol. 4” sind, während Dio eine Leistung abliefert, die nichts weniger als opernhaft ist.
Lemmy, Billy F. Gibbons, Dave Grohl – „Run, Rudolph, Run”
„Run, Rudolph, Run” ist mittlerweile ein Weihnachtsklassiker, der von Chuck Berry über Keith Richards bis hin zu Billy Idol, Sheryl Crow und Cee Lo von allen gespielt wird. Aber es ist Lemmys whiskeygetränkte Stimme, die diese Version so klingen lässt, als wäre sie aufgenommen worden, während das Trio voller Weihnachtsstimmung war.
GWAR – „Stripper Christmas Summer Weekend”
Wenn GWAR Weihnachten feiern, dann tun sie das im Sommer … mit Stripperinnen … ein ganzes Wochenende lang. Nur weil sie aus dem Weltall kommen, heißt das nicht, dass diese Monster sich in der Weihnachtszeit nicht zurücklehnen können.
Hier feiern sie, wie es nur mörderische Außerirdische können – indem sie den Weihnachtsmann selbst vergewaltigen.
Henry Rollins – „Twas the Night Before Christmas”
Dieser Song ist streng genommen kein Heavy Metal, aber wir drücken ein Auge zu, weil es Henry ist. In Rollins‘ Interpretation des Weihnachtsklassikers liest er das Gedicht über eine avantgardistische Soundcollage, die Sirenen und Schüsse enthält.
Aber in Rollins‘ Version wird der arme Kerl, nachdem er St. Nick zugewunken hat, von einer Rakete aus dem Himmel geschossen.
August Burns Red – „Carol of the Bells”
Die christliche Metalcore-Band August Burns Red liebt Weihnachten so sehr, dass sie ein ganzes Instrumentalalbum mit metaligen Weihnachtsliedern und Klassikern aufgenommen hat: „August Burns Red Presents: Sleddin‘ Hill, A Holiday Album” aus dem Jahr 2012. Aber die Gruppe kam erst 2007 in Weihnachtsstimmung, als sie eine bei den Fans beliebte Coverversion von „Carol of the Bells“ aufnahm, die den ohnehin schon ziemlich metal-lastigen Song in ein episches Shredding-Stück verwandelte. –BRANDON GEIST
Christopher Lee – „Little Drummer Boy“
Dicke, stampfende Riffs dröhnen im Hintergrund, während der 91-jährige britische Schauspieler Christopher Lee mit seiner unglaublich tiefen Baritonstimme eine Interpretation liefert, die man nur als episch bezeichnen kann. Die anderen Metaller auf dieser Liste haben zwar ebenfalls großartige Versionen ihrer Songs abgeliefert, aber wie könnte man Saruman selbst übertrumpfen, der „A-rum-pa-pum-pum!“ brüllt?