Metallica: Kaum ein Brite will sie auf dem Glastonbury sehen, hat die Band nun bald genug von Live-Auftritten?


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Metallica und das Glastonbury Festival – das ist schon jetzt eine bittersüße Liebesgeschichte. Nachdem bekannt geworden war, dass die Metal-Band als Headliner bei dem größten englischen Musikfestival dabei sein würde, wird Kübelweise Spott über sie ausgegossen. Mogwai gaben sich z.B. rabiat und nannten sie eine „Scheißband“. Metallica-Drummer Lars Ulrich, der sich bald im Doppelgänger-Duell mit Will Ferrell und Chad Smith beweisen will, hatte in einem Interview zu bedenken gegeben, dass auch Jay-Z vor einigen Jahren bei seinem Auftritt auf der Worthy Farm zunächst mit Häme umgehen musste, um dann aber einen ordentlichen und gemochten Auftritt hinzulegen.

Ob sich der Schlagzeuger da mal nicht verrechnet hat. Wie jetzt eine Umfrage unter 2000 Briten ergab, planten vier von fünf Ticketbesitzern ihre Eintrittskarte für das mehrtägige Event verkaufen zu wollen, als sie erfahren hatten, dass Metallica als Headliner auftreten würden. Weil die Tickets aber seit diesem Jahr mit einem persönlichen Foto des Käufers versehen sind, ist das nicht mehr möglich. Vielleicht überträgt sich damit die Wut über das nicht mehr auf dem Schwarzmarkt zu verscherbelnde Ticket auf die Band um Frontmann James Hetfield.

Unterdessen deuteten die in die Jahre gekommenen Musiker in einem Interview mit dem „Kerrang!“ Magazine an, dass es mit den Live-Auftritten bald ein Ende haben könnte. So klagte Kirk Hammett: „Es ist der physische Aspekt, der zählt. Sehnenscheidenentzündungen, Tinnitus, Bänder-Atrophie, Unfälle, wiederholter Stress, Tennisarm …diese Dinge schleichen sich ein. Ich will Gitarre spielen, aber mein Ellbogen und meine Schulter sagen nein. Dein Kopf will etwas tun, aber dein Körper kann nicht. Das ist ein großes Problem, mit dem jeder von uns umgehen muss.“ Lars Ulrich ergänzte, dass er sich nicht vorstellen könne, das alles noch mit 60 oder 70 zu tun. James Hetfield formulierte es noch deutlicher: „Manchmal sagt meine Kehle einfach ‘Leck mich James, nicht heute Nacht!“

Und so könnte es sein, dass für die Metal-Band bald der letzte Auftritt gekommen ist. Lars Ulrich war nach eigenen Aussagen bereits zwischen 2001 und 2002 soweit, bekennt sich aber zu seinen Jungs: „Metallica ist meine Liebe, meine höchste Priorität. Aber ich habe keine Angst vor dem, was ich mit meinem Leben machen werde, wenn ich das hinter mir lasse. Ich will ohne Metallica keine Musik mehr machen. Hoffentlich hält das für immer.“ Sänger Hetfield will eine Abschiedstour unbedingt vermeiden („Eine Kiss-Abschiedstour zum zehnten Mal?“) und hofft, dass man selbst entscheiden könne, wie es endet.

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Metallicas erster Bassist kürt ihren widerwärtigsten Song

Ron McGovney war 1982 Metallicas erster Gitarrist, noch im gleich Jahr ersetzten sie ihn durch den 1986 verstorbenen Cliff Burton. 1982 hatte die Band noch nicht mal ihr erstes Album veröffentlicht. In Rückblick auf diese Ära hat McGovney nun den Metallica-Song ausgewählt, den er persönlich am widerwärtigsten findet: das Cover des Anti-Nowhere-League-Songs „So What“. „So What“ ist berüchtigt für seinen vulgäre Sprache. Durch einen Tweet des inoffiziellen Metallica-Podcasts „Speak N' Destroy“ angepiekst, gibt McGovney zum Besten, wie die anderen Bandmitglieder ihn damit tyrannisiert hätten. https://twitter.com/RonMcGovney/status/1320143030809133056 „James (Hetfield) and Lars (Ulrich) spielten die Single von meinem Plattenspieler ab, obwohl sie wussten,…
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