Mickey Rourke übergibt Schrotflinte lieber der Polizei

Mickey Rourke übergab eine Schrotflinte an L.A.-Behörden. Der Schritt folgt auf einen umstrittenen GoFundMe-Eklat und Mietstreit

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Mickey Rourke übergab diese Woche eine Schrotflinte an die Behörden, wie „NBC4 Investigates“ berichtet. Das Sheriff’s Department von Los Angeles teilte mit, dass Einsatzkräfte am Mittwoch nach einem Anruf eines Mitglieds aus dem Umfeld des Schauspielers ausrückten. Dieser habe erklärt, Rourke wolle die Waffe abgeben.

Die Beamten sprachen laut Behörde direkt mit Rourke. Der Schauspieler habe angegeben, dass er das Gebiet verlassen werde und die legal auf ihn registrierte Schrotflinte nicht mehr behalten wolle.

Die Waffe werde von den Behörden zu Verwahrzwecken aufbewahrt. „NBC4“ zufolge wird sie zerstört, falls Rourke sie nicht innerhalb eines Jahres zurückfordert.

Stellungnahme blieb aus

Ein Sprecher von Rourke reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Die Nachricht kommt inmitten eines Spenden- und Immobilienkonflikts rund um Rourke und seine Managerin. Bereits im Dezember war der Schauspieler von seinem Vermieter verklagt worden. Dieser behauptete, Rourke schulde ihm fast 60.000 US-Dollar Miete für einen Bungalow südlich von West Hollywood. Nachdem dem Darsteller die Zwangsräumung drohte, starteten seine langjährige Managerin Kimberly Hines und deren Assistentin eine GoFundMe-Kampagne.

Rourkes öffentliche Distanzierung

Obwohl mehr als 90.000 US-Dollar gesammelt wurden, erklärte Rourke in einem Instagram-Video vom 5. Januar, dass er nichts mit der Spendenaktion zu tun habe. „Wenn ich Geld bräuchte, würde ich nicht um verdammte Wohltätigkeit bitten“, sagte er. Weiter fügte er hinzu: „Ich würde mir eher eine Waffe in den Arsch stecken und abdrücken.“ Er wisse nicht, wer die Aktion gestartet habe oder warum.

Hines sagte später gegenüber „The Hollywood Reporter“, die GoFundMe-Kampagne sei kein Betrug gewesen. Sie erklärte, Rourke habe gewusst, wer hinter der Aktion steckte, räumte jedoch ein, dass er möglicherweise nicht vollständig verstanden habe, was GoFundMe sei, als sie ihm die Idee vorgestellt habe.

Streit um Wohnbedingungen

Die Managerin äußerte sich auch zu Rourkes Wohnsituation. Vor etwa eineinhalb Jahren sei das Haus, in dem er lebte, von Eric Goldie gekauft worden. Dieser habe die Miete angeblich von 5.200 auf 7.000 US-Dollar erhöht. Goldie verklagte Rourke später wegen ausstehender Mietzahlungen. Hines behauptete jedoch, das Haus sei „unbewohnbar“ gewesen, mit „schwarzem Schimmel“ und „ohne fließendes Wasser“.

Nach Rourkes öffentlicher Ablehnung der Spendenaktion erklärte Hines den Fans, dass Spender ihr Geld zurückerhalten würden, falls Rourke die Unterstützung nicht wolle. „Er ruft mich wegen Geld an. Er ruft Freunde wegen Geld an“, sagte Hines. „Eine GoFundMe-Kampagne wird für ihn eingerichtet, und jetzt lehnt er sie ab? ‚Okay, Mick, kein Problem.‘ Aber hier hat niemand etwas falsch gemacht.“

„96.000-Dollar-Missverständnis“

In einem gemeinsamen Instagram-Post von Rourke und „World Boxing News“ vom 9. Januar hieß es, der Vorfall sei ein „96.000-Dollar-Missverständnis“ gewesen. Zudem wurde bekannt gegeben, dass die Spenden für Rourkes Wohnungsfonds offiziell pausiert wurden.

In einem eigenen Kommentar unter dem Beitrag schrieb Rourke: „Gebt kein Geld, das ist alles gefälschter Bullshit.“

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil