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Neunte Kunst

Exklusiver Ausschnitt aus Architektur-Comic über Ludwig Mies van der Rohe

Der Name Ludwig Mies van der Rohe dürfte selbst jenen etwas sagen, die mit Architektur noch kaum in Berührung gekommen sind. Der 1886 geborene Deutsch-Amerikaner prägte die architektonische Moderne mit seinen Gedanken und Entwürfen (u.a. Tragstrukturen aus Stahl, die eine großflächige Verglasung von Fassaden ermöglichten). Er war schon ein Star seiner Zunft, bevor er er 1930 die Leitung des Bauhauses in Dessau übernahm.

Nur zwei Jahre später wurde es von den Nazis aus politischen Gründen bekämpft und schließlich geschlossen. Van der Rohe richtete daraufhin das Bauhaus als Privatinstitut in Berlin ein, aber nachdem die Nationalsozialisten die Macht ergreifen konnten, musste auch dieses Projekt 1933 aufgegeben werden. 1938 emigrierte der Architekt in die USA, errichtete in den 60ern aber die Neue Nationalgalerie in Berlin.

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Der spanische Architekt und Zeichner Agustín Ferrer Casas hat sich der Lebensgeschichte Mies van der Rohes für eine ausgesprochen vielfältige Graphic Novel angenommen und porträtiert einen sehr ehrgeizigen, erfolgsbewussten (und deshalb auch pragmatischen) Künstler. Kurz: Ein Mann, der das Leben genießt und weiß, was er erreichen will. Ausgangspunkt für die Erzählung ist ein Flug zur Baustelle der Neuen Nationalgalerie in Berlin, wobei van der Rohe seinem Enkel erzählt, wie er im Getümmel der unruhigen Zeiten zwischen zwei Kriegen Ruhe bewahrte und trotz Gegenwindes an seinen Vorstellungen festhielt.

Die geistreiche Graphic Novel hält sich stark an die Fakten, dramatisiert aber natürlich in einigen Fällen (wie der Schließung des Bauhauses durch die Nazis). Randnotizen zu historischen Hintergründen und der Zeichenkunst Casas rahmen das Werk, das pünktlich zum Bauhaus-Jubiläum in diesem Jahr erschienen ist.

ROLLING STONE zeigt einen Ausschnitt aus MIES

Alle Bilder: Carlsen

ROLLING STONE verlost drei Exemplare von „MIES“. Wer gewinnen will, muss nur das Formular ausfüllen und als Lösung „Mies van der Rohe“ angeben.

Carlsen


So schrecklich ist es, in einer Medien-Agentur zu arbeiten

Wer schon einmal in einer (Medien-)Agentur gearbeitet hat, der weiß, dass die Klischees, die darüber existieren, der bitteren Wahrheit schon sehr nahe kommen. Bis 22 Uhr im Büro sitzen? Keine Seltenheit, sondern die erwartete Regel. Der Großteil der Belegschaft ist unter 30 und stets darum bemüht, ultracool und flexibel zu sein. Wer sich mit Apple nicht auskennt, braucht gar nicht erst in einem solchen Laden anzufangen. Gerade in den Großstädten wuchern die Agenturen, die sich dafür rühmen, das Arbeitsleben mit dem Privatleben bestens vereinigen zu können (was aber nichts anderes heißt, als dass das Privatleben einfach bruchlos in das Arbeitsleben…
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