Die 100 besten Motown-Songs: Das ultimative Ranking

Die 100 besten Motown-Songs: Von „My Girl“ bis „Superstition“ – Soul, Funk und Geschichte des „Sound of Young America“

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Empfehlungen der Redaktion

45. The Commodores, „Still“ (1979)

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Lionel Richie war in den späten 1970er Jahren eine Ein-Mann-Balladenfabrik und schrieb Hits wie „Easy“, „Three Times a Lady“ und das unglaublich seltsame Country-Pastiche „Sail On“.

Aber „Still“ war der eigentliche Durchbruch. Es markierte Richies Aufstieg zum großen Motown-Crooner seiner Generation. Dieser Song etablierte ihn als den schwarzen Sinatra, den Berry Gordy sich immer für Marvin Gaye gewünscht hatte. Nur dass Gaye dazu bestimmt war, etwas noch Größeres zu werden. „Still“ ist nach wie vor ein epischer Tränenjerker, besonders wenn Richie am Ende das verzweifelte „I do love you … still“ flüstert. –R.S.

44. Gladys Knight and the Pips, „If I Were Your Woman“ (1970)

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1961 saßen Gladys Knight und ihre Pips in New York City fest, völlig pleite, als sie ein Angebot von Motown erhielten. Der Haken war, dass sie nach Detroit kommen mussten. Auf eigene Kosten.

„Wir haben alles verpfändet, was wir besaßen“, erzählte Bubba Knight 1973 dem Rolling Stone. „Ich hatte eine Gitarre, Mann. Ich brachte mir selbst das Gitarrenspiel bei, und die habe ich verpfändet. “ Sie versetzten alles für vier Bustickets. Aber der Umzug zahlte sich mit dem Erfolg bei Motown aus, der mit dem erschütternden Soul-Hit „If I Were Your Woman“ seinen Höhepunkt erreichte.

Nach ihrem Weggang vom Label hatten sie noch größere Hits, wie „Midnight Train to Georgia“. Aber dieser Song reichte aus, um sie zu Legenden zu machen. —R.S.

43. The Contours, „Do You Love Me“ (1962)

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In den 1980er Jahren hätte es genauso gut ein Gesetz geben können, dass jeder Hollywood-Film mindestens einen Motown-Song verwenden musste. Aber nur einer dieser Klassiker kehrte dadurch in die Charts zurück. Dieser R&B-Dance-Hit aus dem Jahr 1962, der 1988 durch Dirty Dancing wieder in Umlauf gebracht wurde.

Dieser Track von Berry Gordy, der aus den rauen Anfängen von Motown stammt, zieht alle Register. Ein gesprochenes Intro, ein falsches Ende, eine Erwähnung fast aller damaligen Tanztrends. Und wenn Gordy die Temptations gefunden hätte, hätte der Hit ihnen gehören können. —K.H.

42. The Jackson 5, „I’ll Be There“ (1970)

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Tröstliche Balladen wie „Let It Be” und „Bridge Over Troubled Water” waren zu Beginn der 70er Jahre ein fester Bestandteil des Pop-Radios, und der Beitrag der Jacksons war eine wunderschöne Ergänzung zu diesem hypersensiblen Kanon.

„I’ll Be There“ ist nach wie vor eine der universellsten Balladen von Motown, und die definitive Interpretation der Jacksons – in der sich Michaels zarte Stimme mit der rauen, beruhigenden Stimme seines Bruders Jermaine abwechselt – verlieh ihr eine noch tiefere emotionale Ebene. „I’ll Be There“ war auch die erste Platte der Jacksons, die zeigte, dass die Band (und Michael) mehr zu bieten hatten als nur gummiartige Bubble-Funk-Hits. —D.B.

41. DeBarge, „Time Will Reveal“ (1983)

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DeBarge war eine Familienband in der Tradition von Motown – leider mit einer tragischen Geschichte, die ebenfalls Teil dieser Tradition ist. Aber nichts im Radio der Achtziger klang auch nur annähernd so wie die Stimme von El DeBarge. „ Time Will Reveal” war sein ultimatives Aushängeschild – eine zarte Melodie voller gehauchter Nebenbemerkungen, Falsett-Swoops, verletzlicher Seufzer und Gurren. Viele Sänger haben versucht, „Time Will Reveal” neu aufzunehmen, aber nicht einmal Janelle Monáe konnte seinen Stil kopieren. El hat es immer noch drauf – bei den BET Awards 2017 würdigte er den verstorbenen George Michael mit einer großartigen Hommage, bei der Kamasi Washington das Saxophon-Solo aus „ Careless Whisper“ Saxophon-Solo spielte. —R.S.