Nach Absage des ESC 2020: Programm-Alternative ist bereits in Planung


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Vor wenigen Tagen wurde der Eurovision Song Contest 2020, der dieses Jahr im niederländischen Rotterdam stattfinden sollte, abgesagt – angesichts der aktuellen Corona-Krise eine unausweichliche Maßnahme. Doch das heißt nicht, dass Europa gänzlich auf ESC-Unterhaltung verzichten muss. Wie die Organisatoren auf Twitter vermeldeten, arbeite man bereits an einer Programm-Alternative – einen Contest werde es dieses Jahr aber definitiv nicht geben.

Das offizielle Statement der EBU

In dem Statement der European Broadcasting Union kurz EBU, erklärt man zunächst wie folgt:

Wir sind überwältigt von der Liebe der ESC-Gemeinde seit der schweren Entscheidung, den ESC 2020 abzusagen. Die EBU ist sich bewusst, wie sehr man den ESC in diesem Jahr vermissen wird. Die Werte des Wettbewerbs – Universalität und Inklusion – sowie unsere Tradition, Unterschiede durch Musik zu feiern, werden mehr denn je gebraucht.

Die EBU und ihre Mitglieder seien daher momentan damit beschäftigt, ein anderes Programmformat zu entwickeln – ein Wettbewerb werde es aber nicht werden. Die neue Show soll helfen, Europa „in diesen herausfordernden Zeiten zu vereinen und zu unterhalten. Wir bitten um eure Geduld, während wir die verschiedenen Ideen in den kommenden Tagen und Wochen durchgehen.“

Darüber hinaus plane man für die kommenden Monate,  die Songs und Künstler, die für den ESC 2020 vorgesehen waren, online zu würdigen. Das heißt aber auch: Die Künstler haben keine Möglichkeit, 2021 beim ESC anzutreten. „Der Rat hat entschieden, dass es aufgrund der ESC-Regeln nicht möglich ist, die diesjährigen Beiträge beim ESC 2021 antreten zu lassen. Die teilnehmenden Rundfunkanstalten dürfen nach ihrem Ermessen entscheiden, ob sie den diesjährigen Act oder einen neuen Künstler schicken werden.“ Einige Länder hatten bereits damit begonnen, ihre Künstler für den ESC im Jahr 2021 zu nominieren.

Für Deutschland war erst vor Kurzem entschieden worden, dass Ben Dolic uns in Rotterdam vertreten sollte. Er wollte den Song „Violent Thing“ präsentieren:

Auf Instagram drückte der Künstler aus, wie traurig ihn die ESC-Absage mache: