Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

Nach Amoklauf in München: ProSieben will Counter-Strike-Turnier nicht ausstrahlen

In einem kurzen Bildbeitrag auf Facebook und mit der Bitte um Verständnis hat der Sender „ProSieben MAXX“ nun verkündet, dass man aufgrund des Amoklaufs in München keine eSports-Turniere mehr ausstrahlen will, darunter auch nicht das Finale mit „Counter-Strike: Global Offensive“ (CS:GO).

„ProSieben MAXX“ hat in der Vergangenheit bereits mehrere eSports-Spiele ausgestrahlt und so sollten auch eigentlich die Finalspiele der „ELEAGUE Season #1“ am kommenden Wochenende (29. und 30. Juli 2016) auf dem digitalen Spartenkanal gezeigt werden. Mit „mousesports“ ist sogar ein deutsches Team im Finale vertreten, doch dem Privatsender ist es offenbar wichtiger, sein Image zu wahren und hat deshalb lediglich folgende knappe Botschaft auf Facebook veröffentlicht:

Kooperation

Werden Computerspieler zu Sündenböcken gemacht?

Doch viele Gamer und eSports-Spezialisten sind ob dieser Entscheidung zurecht verärgert, da nicht nur ein harmloser und international anerkannter Sport mit Amokläufen und Gewalttaten gleichgesetzt und vorverurteilt wird, sondern auch, weil wieder einmal Computerspiele unter der Bezeichnung „Killerspiele“ zum Sündenbock gemacht werden.

Auf seiner Facebook-Seite hat Matthias ‚Knochen‘ Remmert, ein leidenschaftlicher Gamer und Moderator, der auch in der TV-Sendung der eSports-Ausstrahlung zu sehen war, deshalb geschrieben, dass er sich von ProSieben einen „anderen Umgang mit dem Thema gewünscht hätte“, er aber die Entscheidung akzeptieren müsse.

Wer das Finale der ELEAGUE aber trotzdem sehen möchte: Es wird im Twitch-Kanal von „99Damage“ im Livestream zu sehen sein.


„Leaving Neverland“ im TV: ProSieben verändert Michael-Jackson-Programm

Am 06. April 2019 strahlt ProSieben „Leaving Neverland“ aus, die viel diskutierte Dokumentation über den angeblichen sexuellen Missbrauch zweier Kinder durch Michael Jackson. Den vierstündigen Film zeigt der Sender am Stück, anders als der US-Sender HBO, der „Leaving Neverland“ in zwei Teilen brachte. Darin kommen zwei angebliche Missbrauchsopfer Jacksons zu Wort, beide sind mittlerweile erwachsene Männer. „Leaving Neverland“: Ergänzende Sendung Beginn ist um 20.15 Uhr, vorab jedoch will ProSieben eine weitere Sendung schalten. Ab 19,05 Uhr gibt's ein Special, das der „Einordnung“ dienen soll. Chefredakteur Stefan Vaupel: „In unserem ProSieben-Spezial stellen wir Fragen, die die Doku nicht stellt, und setzen…
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