Kalifornischer Mann bekennt sich schuldig: Gefälschte Lösegeldforderung an Familie von Nancy Guthrie
Die 84-jährige Mutter von Savannah Guthrie wurde am 31. Januar entführt – nun bekannte sich ein Mann schuldig, der Familie eine gefälschte Lösegeldforderung geschickt zu haben.
Ein Mann aus Hawthorne, Kalifornien, hat sich am Donnerstag schuldig bekannt, der Familie von Nancy Guthrie mitten in der verzweifelten Suche nach der 84-Jährigen eine gefälschte Lösegeldforderung geschickt zu haben.
In seinem Schuldbekenntnis räumte Derrick Callella, 42, ein, am 4. Februar 2026 eine vermisste Person angerufen und deren Familie Textnachrichten bezüglich einer Bitcoin-Transaktion geschickt zu haben. Außerdem gab er an, die Familie schikanieren und Informationen über die Ermittlungen zum Verschwinden der vermissten Person in Erfahrung bringen zu wollen – so eine Pressemitteilung des U.S. Attorney’s Office für den Bezirk Arizona.
Guthrie, die Mutter von „Today Show“-Moderatorin Savannah Guthrie, wurde am 31. Januar aus ihrem Haus in Tucson, Arizona, entführt. Alles deutet darauf hin, dass Nancy gegen ihren Willen verschleppt wurde: Das FBI veröffentlichte Fotos eines maskierten Täters, der sich mitten in der Nacht ihrer Haustür näherte. Die Polizei hat mehrere Verdächtige vorübergehend festgenommen, aber bislang niemanden angeklagt.
Kontakt per Bitcoin-Nachricht
Die „Los Angeles Times“ berichtete, dass Callella laut Anklageschrift eine Voice-over-IP-Anwendung nutzte, um die Familie Guthrie wenige Tage nach dem Verschwinden zu kontaktieren.
„Did you get the bitcoin were [sic] waiting on our end for the transaction“ – so lautete eine Nachricht, die mindestens zwei Familienmitgliedern zuging, wie aus den Gerichtsunterlagen aus Arizona hervorgeht. Behörden konnten die verwendete Telefonnummer seiner E-Mail-Adresse und seinem Wohnsitz zuordnen; Callella gestand schließlich, die beiden Textnachrichten verschickt zu haben.
Callella drohen im schlimmsten Fall zwei Jahre Haft, eine Geldstrafe von 250.000 Dollar oder beides zusammen sowie ein Jahr Bewährung. Die Urteilsverkündung ist für den 10. September 2026 angesetzt.
FBI ermittelt weiter wegen Kidnapping
Das FBI-Büro in Phoenix erklärte am Mittwoch, dass einige der eingegangenen Nachrichten „als Erpressungsversuche ohne Glaubwürdigkeit eingestuft worden“ seien, andere Lösegeldforderungen jedoch möglicherweise „legitim“ seien. Auf X teilte das Büro mit, der „Fall werde weiterhin als Entführung gegen Lösegeld untersucht“.