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SOUND: Max Herre spricht über sein Liebeslied für Joy

Zuletzt war es etwas ruhig geworden um den Rapper, Songschreiber und Produzenten Max Herre. Vielleicht ist er aber auch nur erwachsen geworden. Noch erwachsener als auf seinem letzten Album, „Hallo Welt!“ von 2012. „Ich habe versucht, Floskeln und Anglizismen zu vermeiden“, sagt er. „Ich wollte weg von Punchlines und Statements“. Er sagt auch: „Ich wollte Songs schreiben. HipHop ist ja eher so ein Track-Business.“

Max Herre lag in den vergangenen Jahren nicht auf der faulen Haut. Er hat eine „Unplugged“-Platte herausgebracht und ist damit auf Tournee gegangen. Er hat für andere produziert und gemeinsam mit Joy Denalane, seiner Ehefrau, ein Album aufgenommen. Zwischendurch hat er immer wieder an eigenen Ideen gearbeitet und war viel unterwegs. 2015 sah zunächst alles so aus, als würde die musikalische Reise in Richtung Spiritual- und Ethno-Jazz gehen. „Irgendwas zwischen Last Poets, Gil Scott-Heron und Mulatu Astatke“, meint Herre. Er experimentierte ein bisschen im Studio, doch hatte er für diesen neuen Stil keine passende Sprache. „Ich dachte, ich werde zum Feldreporter. Das war ein hehres Vorhaben, dem ich nicht gerecht geworden bin.“

Herre stellte fest, dass er mehr bei sich suchen musste. In Tel Aviv schloss er sich eine Woche lang ein, um Texte zu schreiben und den richtigen Ton zu finden. Irgendwann machte es klick, und das Konzept, das dem neuen Album schließlich seinen Titel gab, war geboren: „Athen“.

Athen ist ein Sehnsuchtsort für Max Herre, ein Fluchtpunkt. Er verbrachte er einige Zeit seiner Kindheit und Jugend in der griechischen Hauptstadt, in der sein Vater damals lebte. „Athen“, der Titelsong ist vieles: eine Hommage an diese Phase seines Lebens, ein Roadtrip mit einer alten Liebe. Aber im Vorbeifahren gewährt diese zwischen Marvin Gaye und Pink Floyd oszillierende Elegie auch den Blick in die jüngere Vergangenheit, flimmern Bilder von Schulden- und Flüchtlingskrise. „Ich mag, dass da etwas Brüchiges und Prekäres mitschwingt“, erklärt Max Herre. Es vergleicht die aktuelle Situation in Athen mit dem Berlin der Nachwende-Ära. Es gebe Nöte und Armut, aber auch Solidarität und kreativen Aufbruch.

Der gebürtige Stuttgarter war nach den frühen Erfolgen mit Freundeskreis im Jahr 2002 nach Berlin gezogen. Damals seien die Flohmarktkisten noch voller Amiga-Platten gewesen. Herre hat sich schon mehrfach für die Ostbeat-Szene und den Jazz der DDR begeistert. Für das neue Stück „Nachts“ hat er den gleichnamigen Titel der Band Panta Rhei gesampelt, eine vergessene Perle deutscher Songschreiber-Kunst. Herre erwähnt Namen wie Veronika Fischer, Hansi Biebl, Stern-Combo Meißen. Viele Aufnahmen aus den Siebzigern hätten ihn in Erstaunen versetzt. „Das hat mir gezeigt, dass die Musik, die damals im Osten entstanden ist, im Vergleich zum Westen auf einem viel höheren Level war.“ Balsam auf geschundene Ostmusiker-Seelen.

Herres Herz für die gesellschaftlich richtige Sache schlägt auf „Athen“ ohne große Protestgesten. „Dunkles Kapitel“ thematisiert den Rückfall in nationalistische und rechtsradikale Muster. Für den Song holte er sich Unterstützung durch Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow sowie den beiden Rappern Megaloh und Sugar MMFK. Lowtzow hatte er bei der Präsentation des Tocotronic-Albums „Die Unendlichkeit“ kennengelernt. Seither pflegen der Badener (Lowtzow) und der Württemberger (Herre) einen engen kreativen Austausch. „Mir war es wichtig, dass in ‚Dunkles Kapitel‘ viele Stimmen sprechen“, betont Herre. Direkt an das dunkle Kapitel schließt „Sans Papiers“ an, ein Stück über „Leute, die sich unsichtbar machen müssen, weil ihnen sonst die Abschiebung droht“, erklärt Herre. Er habe Leuten ohne Plattform eine Plattform bieten wollen.

Schöner, ergreifender auch sind jene neuen Lieder, in denen sich Herre verwundbarer denn je präsentiert. „Das Wenigste“ handelt davon, wie sich Beruf, Beziehung und kreative Leidenschaft unter einen Hut bringen lassen. Natürlich ist die Adressatin Joy Denalane. Doch es steckt auch eine universelle Message darin. „Der Impuls bei Liebesliedern ist ja meistens, in Superlativen zu schwelgen“, so Herre. „Mir ging es darum zu sagen: Der kleinste gemeinsame Kern ist das, was es zu beschützen gilt.“

Der International Music Award wird erstmals am 22. November in Berlin vergeben.

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