‚Niedergang der Zivilisation‘. Michelle Shocked – Auftrittsverbot nach homophoben Aussagen


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Konzertveranstalter in verschiedenen US-Städten haben bevorstehende Auftritte von Michelle Shocked abgesagt, nachdem die Sängerin sich auf offener Bühne abfällig zur gleichgeschlechtlichen Ehe geäußert hatte. Gleichgeschlechtliche Ehen stünden für den „Niedergang der Zivilisation“, sagte Shocked bei ihrem jüngsten Auftritt, der am Samstag in San Francisco statt fand.

Shocked, 51, zu Beginn ihrer Karriere eher linkspolitisch, gehört heute der Glaubensgemeinschaft der „Wiedergeborenen Christen“ an und ist anscheinend sehr konservativ, was ihr Ideal einer Familienzusammensetzung nach Geschlecht angeht. 

Auf der Bühne in  San Francisco, das als US-Hauptstadt der Schwulen und Lesben gilt, sagte Shocked zum Gesetz „Proposition 8“, das die gemischtgeschlechtliche Ehe in Kalifornien regelt: „Falls dieses Gesetz aufgehoben und Priester mit vorgehaltener Pistole gezwungen werden Schwule zu verheiraten, findet der Niedergang der Zivilisation statt. Und Jesus wird zurück kehren.“

Viele Zuschauer verließen daraufhin den Konzertsaal. Die Sängerin spielte so lange weiter, bis der Veranstalter buchstäblich den Stecker zog und Verstärkeranlage und Bühnenlichter ausgingen.

Anberaumte Auftritte in Illinois, Oregon und Colorado wurden mittlerweile von den Veranstaltern abgesagt. Auf Twitter hagelte es kritische Kommentare zu Shockeds Haltung. Sie tweete daraufhin nur eine einzige Antwort: „Wahrheit führt zu schmerzvoller Auseinandersetzung.“