Lemmy Kilmister telefonierte kurz vor seinem Tod noch mit Ozzy Osbourne


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Bevor Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister 2015 an Krebs verstarb, schrieb er eine Reihe Solo-Tracks für Ozzy Osbourne. Beide waren enge Freunde. Etwas überrascht von der eigenen Erkenntnis erklärte Ozzy in einem Interview kürzlich, dass er „wahrscheinlich einer der letzten Menschen“  gewesen sei, die ein Wort mit Lemmy wechselten.

Osbourne griff sofort zum Telefon, als man ihn über den Gesundheitszustand seines Freundes informierte. „Ich ließ ihn ans Telefon holen, doch er konnte mir nicht wirklich etwas erklären“, erinnerte sich der 72-Jährige. Im Interview gegenüber „Planet Rock“ betonte er anschließend, wie schreckliche dieser Moment für ihn gewesen sei.

Ozzy Osbourne hat das Ende kommen sehen

Die zwei alten Hasen standen sich nicht nur privat nahe, sondern verbrachten auch viel Zeit auf Tour gemeinsam. In Südafrika läuteten 2015 bei Osbourne die erste Alarmglocken. Sechs Monate vor Lemmys Tod spielten sie dort ein paar Konzerte, im Interview erklärte er, dass der damals 69-Jährige schrecklich dünn aussah. Der Anblick habe ihm das Herz gebrochen.

Ozzy Osbourne: „Er versuchte sich so normal wie möglich zu benehmen. Doch es war eines dieser Dinge, über die er wusste, dass ich sie wusste, ich aber nichts sagen wollte.“ Sein Freund habe bis zum bitteren Ende gearbeitet.

Trotz der Krankheit schien der Motörhead-Frontmann geistig noch sehr wachsam gewesen zu sein. Osbourne erinnerte sich vor allem an folgendes Zitat aus jener Zeit: „Ich hätte wahrscheinlich zehn Jahre länger leben können, hätte ich nicht geraucht und meinen Lebensweise so praktiziert. Doch ich habe mein Leben so gelebt, wie ich es leben wollte.“