Texas-Country-Rebell Paul Cauthen: Wie er auf Beyoncés Radar landete
Der texanische Singer-Songwriter Paul Cauthen wurde engagiert, um Songs für Beyoncés Country-Projekt „Cowboy Carter“ zu schreiben.
Paul Cauthen hat letzte Woche sein neues Album „Book of Paul“ veröffentlicht. Wie die anderen LPs im Katalog des gebürtigen Texaners strotzt auch diese Platte vor Cauthens gottgegebenem Swagger und seinem Gespür für Rhythmus. Braver Country-Sound ist Cauthens Sache nicht. Vielleicht war es genau das, was den als „Big Velvet“ bekannten Musiker auf den Radar eines gewissen Popstars gebracht hat – jener Künstlerin, die 2024 ein vielbeachtetes Country-Album veröffentlichte.
In einem neuen Interview im ROLLING-STONE-Podcast „Nashville Now“ schildert Cauthen, wie die namentlich nicht genannte Künstlerin – gemeint ist eindeutig Beyoncé – ihn auf der Suche nach Songs für „Cowboy Carter“ kontaktierte. Laut dem Sänger von „Cocaine Country Dancing“ wurde der Superstar durch eine Assistentin auf seine Musik aufmerksam, die für Beyoncés Familie arbeitete und zufällig mit Cauthen auf dieselbe Highschool gegangen war.
„Sie fing an, meine Sachen zu spielen, und die Familie begann, das zu lieben, was ich mache. Dann kamen ihre Produzenten, fanden heraus, dass ich in Silverlake in Kalifornien war, und tauchten in einem schwarzen Suburban auf“, erzählt Cauthen. „Drei Produzenten steigen aus und hören sich an, was ich mache: ‚Den lieben wir, den lieben wir…‘ Ich hatte das eigentlich für mein eigenes Album gemacht, und plötzlich schreiben wir für einen großen Popstar.“
Pivot zum Popstar
Cauthen und sein Partner Beau Bedford schalteten einen Gang höher. „Beau und ich haben umgeschwenkt und angefangen, Songs rauszuhauen“, sagt Cauthen. „Es hat mich in einen ganz anderen Schreibmodus versetzt, Songs für einen großen Popstar zu schreiben. Ich habe meinem eigenen ehrlichen Schreiben und dem, was ich für wahr halte, eine popzentrierte Kante gegeben. Das hat mich auf eine coole Art wirklich neu ausgerichtet.“
Am Ende landete keiner von Cauthens Songs auf „Cowboy Carter“, aber einige erblickten das Licht der Welt auf seinem eigenen 2024er-Album „Black on Black“. „Ich glaube, wir haben Songs geschrieben, die die besagte Künstlerin eigentlich aufnehmen sollte… aber da stehen viele Leute in der Schlange, und ich finde es schön zu sehen, dass die Leute, die früher kleine Songwriter waren, eine Plattform bekamen und das ihnen geholfen hat“, sagt er. Das vollständige Interview gibt es unten zu sehen.
Den wöchentlichen Country-Musik-Podcast des ROLLING STONE, „Nashville Now“, moderiert von Senior Music Editor Joseph Hudak, gibt es zum Download und Abonnieren auf Apple Podcasts oder Spotify (oder wo auch immer ihr eure Podcasts hört). Neue Folgen erscheinen jeden Mittwoch und beinhalten Interviews mit Künstlern und Persönlichkeiten wie Vince Gill, Lainey Wilson, Hardy, Charley Crockett, Kings of Leon, The Black Crowes, Carly Pearce, Brandon Lake, Breland, Bryan Andrews, Noeline Hofmann, Devon Gilfillian, Gavin Adcock, Amanda Shires, Shooter Jennings, Margo Price, Ink, Rival-Sons-Sänger Jay Buchanan, Halestorm, Dusty Slay, Lukas Nelson, Ashley Monroe, Old-Crow-Medicine-Show-Mitglied Ketch Secor, Clever sowie den Autoren Marissa R. Moss, Josh Crutchmer und Jonathan Bernstein.