Phil Collins und Genesis vor Mega-Verkaufsdeal


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Die Tinte unter dem Katalog-Deal mit dem größten Teil des Werkes von David Bowie ist noch nicht ganz trocken, da ist die nächste Transaktion bereits angebahnt. Nun sind die Songs von Phil Collins und Teile der Verlagsrechte von Genesis auf „Verkaufen“ gestellt.

Wie mehrere US-Branchendienste melden, darunter „Billboard.com“, haben Collins‘ Anwälte ein gemischtes Paket aus Solo- und Band-Verlagsrechten geschnürt. Geschätzter Wert der Transaktion: Über 200 Millionen Dollar. Je nach Umfang sollen gar bis 300 Million Dollar möglich sein.

Die Online-Plattform des Radiosenders „Power991.fm“ rechnet vor, wie die unspektakulären, aber stetigen Online-Abrufe der Songs zu einer Gesamtsumme hochgerechnet werden. „In The Air Tonight“ kommt etwa allein in den USA auf 6,5 Millionen jährlich abgerufener Streams. Dazu gesellen sich Lizenzzahlungen aus anderen Medien plus „Synchronisation“ in Film und Werbung. Bei Genesis-Tracks wie „Invisible Touch“, „Follow You Follow Me“ oder „I Can’t Dance“ kann Collins seine Mit-Autorenschaft versilbern.

Gleichwohl dementiert Collins- und Genesis-Manager Tony Smith bislang eine „Verkaufstour“ bei potenziellen Abnehmern aus der Verlags- und Finanzbranche. Man schaue halt mal, heißt es lakonisch. „Wenn wir als Manager weiterhin die Marktaktivitäten beobachten, sollte dies nicht als Shopping bezeichnet werden. Wie darüber berichtet wird, wenn wir ans Telefon gehen, lässt sich von uns jedoch nicht kontrollieren …“

„Billboard“ und Kollegen verweisen jedoch darauf, dass ein Ordner mit Finanzdaten des besagten Katalogs unter einer ausgewählten Gruppe potenzieller Bewerber in Umlauf gebracht wurde. Mit einer Vollzugsmeldung in absehbarer Zeit werde gerechnet. Gerade im Hinblick auf seinen gesundheitlichen Zustand wird der demnächst 71-Jährige Collins daran interessiert sein, den geschäftlichen Part seines Lebenswerks in geordnete Bahnen zu bringen.