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Pink Floyd: Die Sau fliegt wieder! „Animals“-Aktion an der Battersea


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Es sollte ein richtiges Foto werden: Aus diesem Grunde ließen Pink Floyd im Dezember 1976 ein aufblasbares Schwein über der Battersea Power Station steigen – aus Sicherheitsgründen mit dünnen Kabeln befestigt. Für den Fall, dass der Wind es losreisen würde, hatte man gar einen Scharfschützen engagiert, der angeblich ein Heidengeld kostete.

Die Aufnahmen am ersten Tag glückten, allerdings passte der strahlend blaue Himmel nicht zu dem, was Pink Floyd damit sagen wollten. Also setzte man einen Tag später zum zweiten Mal an und hoffte auf dunkle Wolken. Aus Kostengründen wurde der Scharfschütze eingespart. Ironie des Schickals: Das Schwein löste sich, gefährdete den Luftraum, der Flugverkehr über Heathrow musste umgeleitet werden. Das Schwein stürzte schließlich auf ein Weide, wurde wieder hergerichtet und für ein drittes Shooting repariert. Das allen bekannte, artifiziell anmutende Cover wurde am Ende als eine Collage aller drei Aufnahmen gestaltet.

Zur Re-Release-Reihe der digital aufgebesserten Pink Floyd-Alben, die dieser Tage gestartet ist, wurde heute erneut ein Schwein steigen gelassen. Da das Original nicht mehr flugtauglich war, baute man eine 9 x 4,5 Meter große Nachbildung.

In der Bildergalerie finden Sie nun Fotos dieser sicher nicht billigen PR-Aktion, gemischt mit einigen Parodien und Zitaten. So hatte das Schwein ja bekanntlich einen Auftritt im düsteren Zukunftsdrama „Children Of Men“ (hier können Sie die Szene anschauen).


Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Pink Floyd - „The Final Cut“

Die Geschichte über den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Vater war ja zu Ende erzählt („Us And Them“), der Falklandkrieg Großbritanniens gegen Argentinien 1982 inspirierte Roger Waters nun zu seiner letzten Platte mit Pink Floyd. „What have we done, Maggie, what have we done? What have we done to England?“ (aus „The Post War Dream“) war der tapfere Versuch, auf Augenhöhe mit der Premierministerin zu kommunizieren. „The Final Cut“ erreichte Platz 1 im UK – und blieb dennoch ungeliebt. https://www.youtube.com/watch?v=PRJia6v6mf4 Roger Waters' Egomanie zerstörte Pink Floyd Der Rauswurf des Keyboarders Richard Wright (nach „The Wall“) hallte nach, David Gilmour und Nick…
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