Promis stehen hinter Collien Fernandes: „Scham muss die Seite wechseln“

Nach den Vorwürfen von Collien Fernandes drücken viele Stars ihre Solidarität aus.

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Die schweren Vorwürfe von Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen sorgen derzeit für große Aufmerksamkeit. Laut einem Bericht des „Spiegel“ hat Fernandes in Spanien Anzeige erstattet und spricht von „virtueller Vergewaltigung“. Im Raum stehen Vorwürfe des Identitätsmissbrauchs und der Erstellung gefälschter Profile, über die über Jahre hinweg sexualisierte Kommunikation im Namen der Schauspielerin geführt worden sein soll. Während die juristische Aufarbeitung erst beginnt, erhält Fernandes bereits viel Unterstützung aus der Öffentlichkeit – vor allem aus der Promi-Welt.

Collien Fernandes: Unterstützung aus Politik, Medien und Entertainment

Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten äußerten sich unter Fernandes’ Statement in den sozialen Netzwerken und bekundeten ihre Solidarität.

Journalistin VisaVie schrieb: „Danke, dass du den Mut und die Kraft aufgebracht hast, das mit der Welt zu teilen! Ich wünsche dir nichts als Heilung, Hoffnung und Gerechtigkeit! Auch wenn es wahrscheinlich leider keine wirklich angemessene Strafe für den Täter geben kann und wird…“

Comedienne Carolin Kebekus kommentierte: „Das ist nicht zu fassen. Danke für deine Offenheit. Die Scham muss die Seite wechseln.“ Auch Klimaaktivistin Luisa Neubauer meldete sich zu Wort: „Den größten Dank im Namen von so vielen von uns.“ Moderatorin Motsi Mabuse schrieb kurz und betroffen: „I have no words 😢 I am so sorry 🙏🏾“ und Autorin Ronja von Rönne kommentierte: „Unfassbar. Es ist so unerträglich, dass DU jetzt diejenige sein musst, die sich so mutig äußert. Es tut mir so leid.“

Auch Politikerin Ricarda Lang äußerte sich ausführlich: „Ich hab gar keine Worte dafür, wie schlimm das ist. Danke für deinen Mut. Du zeigst damit ganz vielen Betroffenen, dass sie nicht allein mit diesen Erfahrungen sind. Das Ganze hat System. Und vor allem machst du darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, dass wir digitale Gewalt endlich ernst nehmen und die Gesetzeslücken, die Frauen schutzlos zurücklassen, schließen!“

„Mein tiefes Mitgefühl“

Der ehemalige Moderatorenkollege Tobi Schlegl schrieb: „Deine Stärke hilft so vielen!“ und Autorin Sophie Passmann kommentierte schlicht: „Die Mutigste bist Du.“ Ruth Moschner meldete sich mit folgenden Worten: „Liebe Collien! Ich möchte Dir ganz viel Kraft schicken. Mein tiefes Mitgefühl! Danke im Namen aller, dass Du diesen Weg gehst. Auch für die, die es nicht geschafft haben!“

Model Lily Becker schrieb auf Englisch: „And that’s when women come together and we’ll hold your crown high. Stay strong and beautiful. Criminal charges incoming.“ Moderatorin Jana Ina Zarrella ergänzte: „Großen Respekt für deinen Mut! Du hast meine volle Solidarität. Es tut mir unglaublich leid, dass du das erleben musstest.“ Auch Podcasterin Ines Anioli veröffentlichte ein klares Statement und schrieb: „Volle Solidarität mit Collien Fernandes.“

Collien Fernandes will nicht länger schweigen

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Fernandes schildert, über etwa ein Jahrzehnt hinweg Opfer systematischen Missbrauchs ihrer Online-Identität geworden zu sein. Zunächst ging sie davon aus, dass Internet-Trolle oder Cyberkriminelle hinter den Aktivitäten steckten. Später habe sich ihr Verdacht jedoch auf ihren persönlichen Umkreis gerichtet. Ihr eigener Ehemann, Christian Ulmen, habe ihr schließlich gestanden, dass er es gewesen sei, der aus angeblichem Besitzdenken heraus gefälschte Profile seiner Ehefrau erstellt und sexuelle Inhalte verschickt habe. Das zuständige Gericht in Palma de Mallorca hat inzwischen Vorermittlungen aufgenommen. Ob es zu einer Anklage kommt, ist derzeit offen. Ulmen hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Kristina Baum schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.