Prozess-Vorbereitung: Amber Heard wechselt Anwältin aus


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Amber Heard kämpft weiter gegen das Urteil im Verleumdungsprozess und geht in Berufung. Mit einem neuen Team. Ihre Anwältin Elaine Bredehoft ist nicht mehr dabei, stattdessen das Duo David L. Axelrod  und Jay Ward Brown.

Im Juni hatte Bredehoft noch in der NBC-Sendung „Today“ angekündigt, dass ihre Mandantin „unbedingt“ in Berufung gehen will, nun darf sie nicht mehr für Amber Heard sprechen. Eine offizielle Erklärung gab es nicht. Die Anwältin gab in einem Statement bloß bekannt, dass es die perfekte Zeit sei, abzutreten.

Erfolgreiche Verleumdungsklage bereits hinter sich

Das neue Team zeigte sich optimistisch. Man sei sicher, dass Gericht würde den Namen der Schauspielerin „reinwaschen“. Es handle sich um einen wichtigen Fall rund um das Thema der freien Meinungsäußerung.

Anfang des Jahres konnten Axelrod und Brown bereits einen Erfolg verbuchen. Sie verteidigten die „New York Times“ gegen eine Verleumdungsklage der republikanischen Politikerin Sarah Palin. Sie hatte die Zeitung wegen einer Meinungskolumne verklagt, in der ihr Verbindungen zu einem Amoklauf unterstellt wurden. Es kam zu einem Freispruch der „New York Times“, da nicht nachgewiesen werden konnte, dass wohlwissend falsche Informationen verbreitet wurden.

Heard muss 10,4 Millionen Dollar zahlen

Anfang Juni sprach die Jury Amber Heards Ex-Mann Johnny Depp 10,4 Millionen Dollar Schadenersatz zu. Die Schauspielerin hatte sich in einem Artikel in der „Washington Post“ zuvor als „Opfer häuslicher Gewalt“ bezeichnet. Laut Depp hätten ihm die Vorwürfe immens geschadet.