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Anohni Hopelessness

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03. Anohni – „Hopelessness“.
Die Zeit der filigranen kammermusikalischen queeren Kunstlieder ist für Antony Hegarty na

In der Popmusik des letzten Jahrzehnts hat Antony Hegarty zu den wichtigsten, prägenden Figuren gehört; niemand sonst verbindet Ästhetik und Politik, das Gesellschaftliche und das Private so virtuos, klug und ergreifend wie er. Das ist auch auf dem ersten Album nicht anders, das er nun als Frau unter dem Namen Anohni aufgenommen hat. Bloß ist der kammermusikalische, zusehends dronelastige Sound der letzten Platten einer elektronischen Instrumentierung gewichen, und aus der queeren Ästhetik des Werdens ist eine Kunst des ständigen Perspektivwechsels geworden.

In „4 Degrees“ schlüpft Anohni in die Rolle eines untergangssüch-tigen Teufels, der die Menschheit zur raschen Erhitzung der -Atmosphäre antreibt; in „Drone Bomb Me“ singt sie aus der Sicht eines afghanischen Mädchens, dessen -Familie bei einem amerikanischen Bomben-angriff ums Leben kam. -Eine hochpolitische Musik, die dank ihrer -inneren Bewegtheit und Brüche nie in die Fallen des Protestlieds läuft. Ein großes, mutiges, wegweisendes Werk.

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