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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Beth Ditto Fake Sugar


Es hat lange gedauert, bis „die coolste Frau des Planeten“ (Ger­maine Greer) ein Soloalbum veröffent­lichte. Vielleicht gerade wegen ihrer enormen Medienpräsenz, die seit Jahren von „Missy“ bis „Gala“ reicht. Nach dem Ende von Gossip ist nun die Stunde der Sängerin gekommen. Selbst wenn die Single „­Fire“ noch ganz nach der alten Band klingt: Ein markantes Gitarrenriff drückt den Song nach vorn, und Dittos Stimme röhrt dazu von ganz tief unten.

Plakatives Gaysein

Auch „In and Out“ strotzt vor Kraft und Lebenslust, ist ein Blick zurück in ­jene Zeit, als Girlpop nicht nur sweet war sondern auch bad.
Im Verlauf des Albums entwickelt „Fake Sugar“ eine Tendenz zu einschmeichelnden Ohrwürmern. Disco­stampfer wie das fantastische „Savoir Faire“ bilden einen schönen Kontrast. Beth Ditto war Muse von Karl Lagerfeld, Model für Marc Jacobs, spielt in Tom Fords jüngstem Film, „Nocturnal Animals“, mit. Doch es sind ihr Working-Class-Background, ihre Lust am plakativen Gaysein, die Beth Ditto zu einer großen Sängerin und einem feministischen Popstar machen. (Sony)

Kooperation

1969: Led Zeppelin veröffentlichen ihr Debüt – und ROLLING STONE verreißt es

"Sie legen es darauf an, ihr beachtliches Talent für unwürdiges Material zu verschwenden". An "Led Zeppelin I", dem Debüt vom Led Zeppelin, ließ unser Kollege vom US-ROLLING-STONE, John Mendelsohn, kein gutes Haar. Mendelsohn rezensierte die Platte im März 1969, zwei Monate nach dessen Erscheinen. Hier „Led Zeppelin I“ bestellen[/amazon02 Limitiert, schwache Songs "Formelhaft" sei allein schon die Zusammensetzung der Band: ein exzellenter, aber unterverkaufter Gitarrist treffe auf einen "hübschen" Sänger mit "Soul-Röhre", leidlich kompetent sei die Rhythmus-Sektion; Schlagzeuger John Bonham dresche schließlich "bei jedem Beat" aufs Becken ein. Musikkritiker Mendelsohn drischt aber vor allem auf Gitarrist Jimmy Page ein: "Leider…
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