Bob Marley Easy Skanking In Boston ’78


Tuff Gong/Universal


von

Während die Gemeinde weiterhin auf die seit 2006 angekündigte Deluxe-Ausgabe des „Live!“-Albums von 1975 mit dem Konzert im Londoner Lyceum wartet, läutet der Marley-Clan die Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag des Maestros mit einem lange als Bootleg in minderer Qualität kursierenden Mitschnitt aus der Music Hall in Boston vom Juni 1978 ein.

Do three years make a difference? Im Repertoire viel weniger, als man denken würde. Ähnlich wie – und doch ganz anders als – das zuvor in Europa aufgenommene „Babylon By Bus“ ignoriert diese Neuengland-Show das damals aktuelle „Kaya“-Album fast komplett. Einzig das hier zumal als Titelstück irreführende „Easy Skanking“ funkt irritierend gut gelaunt in ein Programm mit 13 Songs, das wie ein erweitertes Remake der Lyceum-Sternstunde wirkt – nur ohne „Trenchtown Rock“ und mit einem gerade in seiner Dezenz intensiven „No Woman, No Cry“. Auch Al Anderson war in die Band zurückgekehrt, dessen funky Wah-Wah-Licks nicht nur bei dem Stück „Lively Up Yourself“ auf und neben dem Offbeat tanzen. Dazu verblüffen Marley und die Wailers gleich zu Beginn mit dem „Catch A Fire“-Oldie „Slave Driver“, während das Finale nach dem Show-Stopper „Jamming“ erwartungsgemäß recht „Exodus“-lastig gerät.

Der Filmmitschnitt, der auf einer DVD dieser Edition beiliegen wird, konnte vor Redaktionsschluss leider nicht begutachtet werden. Gesichert ist aber, dass es nur sieben Songs auch optisch auf dieses Erinnerungsstück geschafft haben, weil der Fan mit der Handkamera – der die Erlaubnis hatte, am Bühnenrand zu kauern – öfter die Filmrolle wechseln musste. Ein Recht auf Vergessen ist ja noch niemandem eingefallen – da fiel wohl einfach mal etwas unter den Tisch.


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