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Bryan Adams Get Up


Universal


von

Der Produzent des neuen Albums von Bryan Adams heißt Jeff Lynne: Das ist die entscheidende Infor­mation zu Adams’ 13. Platte. Denn der ELO-Chef und Produzent von George Harrison und Tom Petty stellt auf „Get Up“ nicht nur Kompressoren ein – seine Handschrift ist überall auf den neun neuen Kompositionen (akustische Versionen von vier der Songs komplettieren das Werk). „You Belong To Me“ ist schneller 50s-Rock’n’Roll (slap delay and all!) nach der Art, die Jeff Lynne liebt, die für Adams aber ungewöhnlich ist. „We Did It All“ vermengt Adams’ zielsichere Balladenmelodie mit Lynnes elaborierter Akkordmagie. Bei „That’s Rock And Roll“ erklingen Lynnes Trademark-Chöre und formvollendet produzierte Twang-Gitarren, „Don’t Even Try“ ist tadelloser Roy-Orbison-Doo-Wop. Adams tut gut daran, Lynne so viel Raum zu geben – noch nie wirkten Bryan-Adams-Songs klanglich so vielschichtig. Lynnes Finesse fügt zu Adams’ Musik mehr noch als sonst jenen Sternenstaub hinzu, der alle seine Produktionen dem Herkömmlichen entreißt.


50 Jahre „What's Going On“ von Marvin Gaye: Das erste schwarze Konzeptalbum

Der Frühsommer 1971 ist in Deutschland mit dem Bestechungs-Skandal in der Fußball-Bundesliga, dem Amtsantritt von Erich Honecker als Erster Sekretär des Staatsrates der DDR und der großen Kampagne gegen das Verbot der Abtreibung verbunden. In den USA sind die Rolling Stones mit „Brown Sugar“ Ende Mai, Anfang Juni zwei Wochen lang auf Platz eins der Billboard-Charts. Wenig später folgt ihnen Carole King gleich fünf Wochen lang mit dem Abrechnungs-Liebeslied „It´s Too Late“. In Vietnam tobt der Stellvertreter-Krieg der Amerikaner gegen den kommunistischen Norden des Landes immer heftiger. Durch die Veröffentlichung der so genannten „Pentagon Papers“ (Geheimdokumente des US-Verteidigungsministeriums zur Vorgeschichte…
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