Eric Clapton „Nothing But The Blues“


Reprise/Warner (VÖ: 24.6.)


von

Clapton live 1994 im Fillmore, San Francisco. So kann kulturelle Aneignung auch klingen: roh und konzentriert wie ein Markknochen, auch dank der Band um Pianist Chris Stainton und Drummer Andy Newmark. Und doch, so nah Clapton hier seinen Idolen kommt, sosehr er sich zumal als Gitarrist in diese Musik versenkt – es schwingt immer auch ein Hauch Vergeblichkeit mit, gerade wenn Clapton so forciert singt, wie er oft singt.

„Authentizität“ vs. Selbstermächtigung

Es reicht, sich die fantastischen Sequenzen von Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Buddy Guy etc. in der Begleitdoku von Martin Scorsese anzuschauen. Oder den Dresscode der Protagonisten: Clapton schwitzt im T‑Shirt, seine Vorbilder tun’s in feinem Zwirn. „Authentizität“ vs. Selbstermächtigung.


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Stille, Minimalismus, Wahrhaftigkeit – wunderschön!


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