Gilbert O’Sullivan „Driven“


BMG Rights (VÖ: 22.7.)


von

Der Mann ist seit 55 Jahren im Geschäft, doch er bewegt sich mit der Leichtfüßigkeit des Twens an der Seite seiner „Clair“ durch das Album. Ja, viele dieser 13 Songs haben das Sepiafarbene alter Fotos. Sie erzählen von Kindertagen am Somerset Beach oder von verwehten Momenten mit Freunden.

Fast wie Magie

Aber O’Sullivan (75) lädt seine Tingeltangel-Tracks, Balladen oder gemächlich pulsenden Rocker mit so viel juvenilem Esprit auf, dass junge Kollegen in Sachen Ambition Maß nehmen sollten. Die Band der RAK Studios inszeniert das alles extratight, und der alte Meister singt dazu mit klarer, heller Stimme, wie aus einer Bubble jenseits unserer Zeit. Das Jetzt blendet er nie aus, er sorgt sich etwa in „Let Bygones Be Bygones“ um die polarisierte Gesellschaft. Fast wie Magie.


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Ein Meilenstein der Independent-Musik, erweitert um Peel Sessions und Remixes


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