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J. G. Ballard High-Rise



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Rechtzeitig zur Verfilmung durch Ben Wheatley wird J. G. Ballards Roman aus den Siebzigern wieder aufgelegt. Der frisch geschiedene Arzt Robert Laing gehört zur Mittelschicht des 40-stöckigen Hochhauses an der Peripherie Londons. Zu Beginn von „High-Rise“ verspeist er auf seinem Balkon einen Hund. Drei Monate zuvor stieß man auf die Vollbelegung der Luxusimmobilie an. Doch rasch bilden sich im „Selbstmörderpalast“ gesellschaftliche Schichten heraus, erste Konflikte wegen vermeintlicher Nichtigkeiten zeichnen sich ab. Geplagt von Schlaflosigkeit, scheint jeder nur dar auf zu warten, dass sein Nachbar einen Fehler macht. Ist es die effiziente Architektur mitsamt ihrer Technologie selbst, die das antisoziale Verhalten begünstigt,? „High-Rise“ geht weit über die Analyse einer Psychologie des Hochhauslebens hinaus und bietet ein Panoptikum der Gegenwart. (diaphanes, 17,95 Euro)


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