Maggie Rogers „Surrender“


Universal (VÖ: 29.7.)


von

Nach dem Riesenerfolg ihres Debüts, „Heard It In A Past Life“ (2019), zog Maggie Rogers an die Küste von Maine, um dem Ozean zuzuhören. Sie singt ja über sich selbst, dass sie wie fallendes Wasser sei. Das spürt man auch auf ihrem zweiten Album: Rogers’ Gesang fließt und ist nur diesem Fluss verpflichtet.

Aber noch etwas anderes steckt in ihren neuen Liedern: eine große, unbändige Kraft. In „Want Want“ etwa, das der glückstrunkenen Liebe von Liedern wie „Light On“ etwas sehr Muskulöses beistellt, oder in „Anywhere With You“, dessen arenagroße Sehnsucht auch die Killers beschwören könnten.
Über allem barmt, sehnt und fühlt diese außerordentliche Stimme, in der sich klassischer Folk-Ausdruck mit modernem Pop-Sound mischt. Light on.


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Ein Meilenstein der Independent-Musik, erweitert um Peel Sessions und Remixes


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