Pixies: Complete B-Sides 1988-1997

Die Pixies veröffentlichen ihre legendären B-Seiten erstmals gesammelt auf Vinyl – voller Raritäten, Coverversionen und Klassiker.

ROLLING STONE Badge
Empfehlungen der Redaktion

Die Pixies waren eine der einflussreichsten Rockbands der 1980er-Jahre, doch reich wurden vor allem andere mit ihren Ideen. Black Francis verkaufte sich und seine Band nicht gut. Vielleicht erklärt sich so der Content-Overload mit etlichen Neuauflagen aus ihrem Katalog, die seit ihrer Reunion den Markt überschwemmen.

Sie beinhalten wenig Neues, erscheinen aber in etlichen Formaten. Was natürlich nichts daran ändert, wie außergewöhnlich die zumindest zwischen 1987 und 1991 entstandene Musik der Bostoner Proto-Grunger war.

Nun die B-Seiten, dazu erstmals auf Vinyl. Die Zeitspanne bis 1997 ist hier ein wenig gemogelt, da in jenem Jahr lediglich Single-Reissues mit Live-Aufnahmen erschienen (etwa „Debaser“).

Die Phrase „Ihre B-Seiten sind so gut wie die anderer A-Seiten“ hat hier seine Berechtigung

Die originalen B-Seiten erfüllen ihren Zweck zwischen Vertiefung der Fan-Bindung mittels geliebter Coverversionen (zweimal Neil Young, darunter „Winterlong“), Piano-Experimenten („The Thing“), Debbie-Gibson-Hommagen („Make Believe“), Computerspielmusik („Theme from Narc“), ein Yardbirds-Song auf Esperanto („Evil Hearted You“), Live-Favoriten („Into The White“) und UFO-Träumereien („Dancing the Mantay Ray“). Die Phrase „Ihre B-Seiten sind so gut wie die anderer A-Seiten“ hat hier seine Berechtigung.

Höhepunkt ist die Neuaufnahme des „Surfer Rosa“-Albumsongs „River Euphrates“, ein satanisch gebrülltes Lied über den Tod in der Wüste. Dazu müsste man eigentlich die originale Maxisingle-Vinyl betrachten, die ein scheinbar schreiendes Baby abbildet – in Wirklichkeit einen glücklich schmatzenden Säugling. Die Pixies waren immer schon lustiger, als man denkt.