Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

Sampha Process


Auf unverwechselbare Art charismatisch ist die Stimme von Sampha, bislang vor allem als Sänger auf den ersten beiden Alben des Post-Dubstep-Produzenten SBTRKT bekannt. Sampha singt mit einem gleichsam heiser gepresst und gezwängt wirkenden Falsett; eine Rachenerkrankung trägt zu dieser Tonlage wesentlich bei. In seinen bisherigen Gastauftritten schillerte die Stimme meist melancholisch durch dicht gewirkte Klanggeflechte hindurch; auf Solanges „Don’t Touch My Hair“ klingt sie überirdisch schön. Auf seinem Albumdebüt, „Process“, rückt sie in den Vordergrund: Man höre den zitternden, doch trotzig standhaften Ton, mit dem Sampha sich in „Blood On Me“ blutrünstiger Verfolger erwehrt und dabei auch der vermeintlichen Beschränktheit der eigenen Mittel. Aus dieser erhebt er sich zu einem virtuosen Minimalismus. Seine verführerisch fahl strahlenden Melodien umkränzt er mit geloopten Gehauch-und-Gehechel-Fragmenten, mit sparsamen Pianofiguren und unaufdringlich komplex klackernden Beats. (Young Turks/Beggars)


Bemalte die Mauer als erster Künstler: Thierry Noir, der Grenz-Artist

Gegen die Wand: Am 13. August 1961 begann der Bau der Berliner Mauer. Seit 1989 ist sie Geschichte – was hat sie für die Popmusik bedeutet? Zum 50. Jahrestag: das Mauer-Special mit U2 und Bowie, Puhdys und Tresor. Lesen Sie hier Maik Brüggemeyers Interview mit Thierry Noir. Thierry Noir, wie kamen Sie auf die Idee, die Mauer zu bemalen? Ich wohnte damals im Rauch-Haus, direkt an der Mauer. Das war ziemlich gruselig und grau. Im April 1984 habe ich dann alle Farbdosen, die bei mir rumlagen, an der Mauer leergemacht. Das war eine Befreiung! Das habe ich dann mit einem…
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