Serie der Woche: „Pluribus – Glück ist ansteckend“

Wer sich je gefragt hat, wie eine Zombie-Serie von „Breaking Bad“-Schöpfer Vince Gilligan aussehen würde, bekommt hier die Antwort.

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Natürlich findet Vince Gilligan in Sachen Zombie-Apokalypse einen eigenwilligen Dreh. Denn seine Untoten sind keine tumb herumstapfenden Hirnfresser, sondern unerträglich freundlich und stets hilfsbereit.

Die Schriftstellerin Carol Sturka (Rhea Seehorn) ist die Einzige weit und breit, die nicht von einem Virus infiziert wurde, der dem Rest der Menschheit über Nacht die Individualität geraubt und in eine kollektive Schwarmintelligenz verwandelt hat, die wirken, als wären sie die netten Nachbarn der Borg aus „Star Trek“.

Sie wollen Carol nicht auffressen, sondern fragen sie, ob sie genug Wasser trinkt, und sind auch sonst bereit, ihr jeden Wunsch zu erfüllen. „Gestern war der beste Tag in der Geschichte der Menschheit“, erklärt ihr Zosia (Karolina Wydra), die vom neuen Menschheitskollektiv vorgeschickt wird, um sich um Carol zu kümmern. Und als Carol daraufhin einen Wutausbruch hat, wird klar, dass das neue Wir mit Aggressionen nicht so gut umgehen kann.

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„Pluribus“ hat den „Breaking Bad“-Vibe

Auch wenn „Glück ist ansteckend“ keine Krimi-, sondern eine Science-Fiction-Serie ist, auch wenn es nicht darum geht, dass sich ein Mann in einen bösen Drogenboss, sondern sich die ganze Menschheit in glücklich-verständnisvolle Idioten verwandelt, hat diese Serie doch den „Breaking Bad“-Vibe.

Das liegt vielleicht daran, dass die Serie ebenfalls in Albuquerque/New Mexico, spielt, oder daran, dass Rhea Seehorn, die Carol spielt, zuvor Kim Wexler in „Better Call Saul“ war. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass Vince Gilligan auch in dieser Serie, die im Original „Pluribus“ (lateinisch für viele) heißt, beweist, wie gut er darin ist, von Menschen am Rande des Nervenzusammenbruchs zu erzählen.