Temples
„Bliss“
V2 (VÖ: 26.06.2026)
Die Indie-Rocker setzen jetzt auf Trance-artigen Pop
Alles frisch bei den Tempelrittern aus Kettering! Die Psychedelic-Rock-Pyroshow ist erloschen und die Band nutzt die Asche, um sich neu zu erfinden. Dass ihr fünftes Album auf den urbanen Dancefloor schielt, wäre maßlos untertrieben. Das Quartett unternimmt nunmehr einen wilden Ritt durch die letzten Jahrzehnte, angefangen beim 80er-Jahre-Pop, mit leichten Erinnerungsschnipseln von Alphaville und When In Rome.
Plötzlich wird einem bewusst, dass der Kern dieser Band einmal für die Lightning Seeds aufspielte – bevor wir in den Nullerjahren ankommen, alldieweil sich die Temples an Daft Punk, Justice und Underworld orientieren. Da schleichen sich leider auch Bierzelt-Electronica-Sounds à la David Guetta ein, die es nicht gebraucht hätte. Wie auch die Enigma-mäßigen gregorianischen Gesänge.
Allerdings retten sich die Jungs vor dem Vorwurf des Ausverkaufs immer wieder mit puren Pop-Melodien. Noch mal gut gegangen!