The Black Keys Let’s Rock


Nonesuch / Warner


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Satte fünf Jahre sind vergangen, seit Dan Auerbach und Pat Carney ihr letztes Album veröffentlicht haben. Kein böses Blut, nur Burn-out, heißt es. Zum Beweis klingen sie insgesamt ziemlich geradlinig und vorwärts­rockend gegenüber dem von Auerbachs zerbrochener Ehe verdunkelten Vorgänger, „Turn Blue“.

Den Pop-Erfolg des vergangenen Jahrzehnts, die Grammys und Stadien, hat bekanntlich Produzent Danger Mouse mitveranwortet, der mit „Attack & Release“ von 2008 zu einer Art drittem Mann geworden war. Diesmal haben sie wie in den frühen Tagen seit 2001 wieder als Power-Duo gearbeitet. Sie spielen alles selbst, haben in Auerbachs Studio in Nashville produziert, es gibt praktisch keine Keyboards, keine Gäste außer zwei schön akzentuierenden Backing-Sängerinnen, kein Falsett. Der alberne Albumtitel verdankt sich übrigens den letzten Worten eines Todeskandidaten auf dem elektrischen Stuhl, wie man auf dem Cover sieht.

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Jene Fans, die seit je über die Abkehr vom unbehauenen Garagensound gejammert haben, sollten indes nicht zu tief aufatmen. Der Duo-Bluesrock klingt ziemlich glamartig und melodiös, man hat, entgegen dem grimmigen Cover und ausweislich der Texte, wohl wieder Lust am Leben. Allerdings auch am Spiel.

Mit Lust sampeln sie fröhlich bratzende Motive von AC/DC, ZZ Top und Norman Greenbaum, klauen tschuggernde Beats von T. Rex, CCR und JJ ­Cale. Aber diese dienen, wie im HipHop, im Grunde nur als Ornament oder Startpunkt. Sie bürsten sie gegen den Strich, verbinden sie mit hymnisch souligen oder powerballadesken Refrains, mit funky Licks, Southern- und gar Country-Rock-Schwelgen und Sixties-Psychedelia – die Stücke überzeugen durch überraschende und souveräne dynamische Wechsel und Schwankungen in Temperatur und Dichte. Und dabei: einer jederzeit entschlossenen Energie. Wie daraus dieser noch in den gelegentlichen Hängern emblematische, höchst wiedererkennbare Sound entsteht – das ist schon ziemlich klasse.

(­Nonesuch/Warner)


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