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The Smiths The Queen Is Dead



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Es dauerte 31 Jahre, drei Monate und sechs Tage, und jetzt hören wir das Demo von „Never Had No One Ever“, und es ist eine Trompete darin, eine irre Jazz-Tröte, und Morrissey jodelt und fleht und wimmert und lacht, es ist „Miserable Lie“ mit „Suffer Little Children“ und „Last Night I Dreamt That Somebody Loved Me“. Sie haben es nicht genommen. „Cemetry Gates“ und „Bigmouth Strikes Again“ und „I Know It’s Over“ unterscheiden sich kaum von den späteren Fassungen – aber die kleinen Abweichungen, der knackende Bass, die Schlenker beim Gesang, das trockenere Schlagzeug, der falsche Beginn von „Some Girls Are Bigger Than Others“, das ist, wie soll man sagen, belebend. Wie oft hat man die Songs gehört? Zweihundertmal? Reicht nicht.

Es gibt ja praktisch keine besseren Lieder als diese, und jedes Demo der Songs belegt, dass die Smiths die Antwort auf Gebete waren, die wir gar nicht gesprochen hatten. Nicht so goldene und redundante Gedanken und Songs wie „Money Changes Everything“ und „Unloveable“ kamen wie in der alten Zeit auf B‑Seiten von Singles. Die Live-Fassungen von „What She Said“ und „Hand In Glove“ und „Rubber Ring“ und „How Soon Is Now?“ (aufgeführt in keiner anderen Stadt als Boston) deuten darauf hin, dass Johnny Marr vielleicht gern eine robuste Rockband geleitet und Soli gespielt hätte.

„The Queen Is Dead“ hat Melancholie, Witz, Larmoyanz, Bitterkeit, hat mit einem Wort Poesie und-soweiterundsofort. Das Album ist eine Dreiheiligkeit aus Lord Byron, John Keats und Miss Marple. Das etwas angeberische grüne Vinyl der Erstauflage verwies auf den moosigen Charakter der Platte: das letzte englische Album der 60er-Jahre. Der tote Alain Delon auf dem Coverfoto (aus dem Film „L’Insoumis“ von 1964) ist natürlich die schönstmögliche Leiche.

Jetzt ist das Foto schwarz-weiß, das Thronjubiläum ist seit einem Jahr vorbei, und Morrissey bringt eine neue Platte heraus. Aber dieser Karton ist eine schöne, anmutige Sache und auch noch von, na: historischem Wert. (Warner)


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