Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

Weezer Pacific Daydream


Ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Nach dem tollen „Weezer (White Album)“ scheint sich Rivers Cuomo nach mehr Aufmerksamkeit in den Charts zu sehnen und pimpt seinen patentierten Riff-Pop mit HipHop-Beats, elektronischem Bombast und hohler R&B-Hymnik. „Beach Boys“, „Feels Like Summer“ und „Happy Hour“ konservieren nicht nur Cuomos Vergangenheit – sie gehören auch in jedes Ranking der schlechtesten Songs des Jahres.

„Pacific Daydream“ ist wie Botox. Und wie die schlimmsten Botox-Gesichter ist diese Musik dazu verdammt, die immer gleiche Gefühlsregung zu wiederholen, die entstellte Fratze der Jugend. Weezer wollen das Leben feiern, doch sie feiern längst nur noch Klischees: am Strand rumhängen, eine Runde mit dem Cabrio an der kalifornischen Küste drehen. Fans werden sich wieder auf das ironische Augenzwinkern, den Flirt mit dem Hedonismus berufen.

Mit etwas mehr Abstand könnte man aber auch sagen, dass „Pacific Daydream“ der schalste Eskapismus ist, den der US-Pop 2017 ausgebrütet hat. (Warner)

Kooperation

1969: Led Zeppelin veröffentlichen ihr Debüt – und ROLLING STONE verreißt es

"Sie legen es darauf an, ihr beachtliches Talent für unwürdiges Material zu verschwenden". An "Led Zeppelin I", dem Debüt vom Led Zeppelin, ließ unser Kollege vom US-ROLLING-STONE, John Mendelsohn, kein gutes Haar. Mendelsohn rezensierte die Platte im März 1969, zwei Monate nach dessen Erscheinen. Hier „Led Zeppelin I“ bestellen[/amazon02 Limitiert, schwache Songs "Formelhaft" sei allein schon die Zusammensetzung der Band: ein exzellenter, aber unterverkaufter Gitarrist treffe auf einen "hübschen" Sänger mit "Soul-Röhre", leidlich kompetent sei die Rhythmus-Sektion; Schlagzeuger John Bonham dresche schließlich "bei jedem Beat" aufs Becken ein. Musikkritiker Mendelsohn drischt aber vor allem auf Gitarrist Jimmy Page ein: "Leider…
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