Zoh Amba
„Eyes Full“
MATADOR/BEGGARS (VÖ: 05.06.2026)
Appalachen-Songs einer Free-Jazz-Saxofonistin
Wer es roh und direkt mag, ist bei Zoh Amba richtig. „Eyes Full“, das Songwriting-Debüt der 26-jährigen Saxofonistin und Sängerin aus Tennessee, klingt wie in einer Hütte in den Appalachen eingespielt, zusammen mit Jim White und Kevin Hyland, nach dem Genuss von ein paar gut eingeschenkten Gläsern Moonshine. Dabei ist Amba (der Name bedeutet auf Sanskrit „Mutter“) eine Art Wunderkind, das seit 2021 in der New Yorker Free-Jazz-Szene von sich reden macht.
John Zorn hat ihr Debütalbum, „O Sun“, produziert und auf seinem Label Tzadik veröffentlicht. Fünf weitere Jazz-Alben folgten, mit Größen wie David Murray, Joey Baron, Shahzad Ismaily und Tyshawn Sorey. Und nun dieses.
Auf „Full Eyes“ greift Amba zu ihrem ersten Instrument, der Gitarre, um in expressiv lärmenden Songs die Traumata ihrer Kindheit aufzuarbeiten. Der ungezähmt quäkende Gesang ist dabei mindestens so außergewöhnlich wie ihr Saxofonspiel – das jüngst auch Iggy Pop begleitete.