Robbie Williams nun auch Verschwörungstheoretiker – Pizzagate und dämonische Energien


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Nachdem deutsche Promis wie Attila Hildmann und Xavier Naidoo seit längerem mit abstrusen Behauptungen in der Öffentlichkeit für Verwunderung sorgen, scheint nun der ehemalige Take-That-Star Robbie Williams ebenfalls „die Wahrheit“ gefunden zu haben.

In einem aktuellen Interview greift der 46-Jährige einen Mythos auf, der während der US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen verbreitet wurde und eigentlich einen offensichtlichen politischen Verleumdungsakt darstellt – Stichwort „Pizzagate“.

Robbie Williams über „Pizzagate“

Bei der „Pizzagate“-Theorie handelt es sich um die Annahme, es gäbe einen Kinderpornoring, an dem hochrangige US-amerikanische Mitglieder der Demokraten und Restaurants beteiligt sind. Neben Barack Obama ist vor allem Hillary Clinton die zentrale Person in dieser Verschwörungstheorie.

Befürworter der Theorie meinen, in geleakten E-Mails der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin eine Art Geheimsprache herauslesen zu können, in der ‚Pizza‘ etwa für das Wort Mädchen stehen soll. Williams glaubt auch vier Jahre nach Entstehung dieser abenteuerlichen Theorie weiterhin daran: „Schauen Sie, es könnte eine vernünftige, persönliche Erklärung für diese Sprache geben, wer weiß. Die Tatsache, dass wir es nicht wissen, bedeutet, dass nichts entlarvt worden ist. Ja, in der betreffenden Pizzeria gab es keinen Keller“, so Williams zu seiner Interviewpartnerin Anna Brees.

Allerdings sehe Williams die „Pizzagate“-Theorie längst nicht als widerlegt an. „Niemand wurde befragt, niemand hat etwas gesagt, und es gab keine Antworten. Aber die übergreifende Berichterstattung über diese Geschichte ist, dass es sich um Fake News handelt. Das ist sie nicht. Es wurden nicht die richtigen Fragen an die richtigen Leute an den richtigen Stellen gestellt“, so der Musiker.

Robbie Williams ist schon vorher auffällig geworden

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Williams zu derartigen Themen äußert. Anfang Mai hatte der Musiker dem YouTuber Chris Thrall ein Interview gegeben und darin unter anderem Sympathien für den rechten Verschwörungstheoretiker David Icke geäußert.

Dass Icke und Williams mit einander befreundet sind, berichteten britische Medien bereits im Jahr 2008. „Ich mag seine Botschaft“, zitiert „NTV.de“ Williams – und weiter: „Heißt das, dass er recht hat? Ich weiß es nicht. Aber wenn du mir eine Knarre an den Kopf halten und von mir verlangen würdest, mich für eins von beidem zu entscheiden, würde ich nicht diese Arschlöcher wählen. Ich weiß zu viel über diese Arschlöcher. Diese dämonische Energie durchdringt doch das ganze Medien-System“.