ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
Highlight: Roy Orbison und bald Abba: Wie gut ist eigentlich ein Hologramm-Konzert?

Elton John: Darum ist „Rocketman“ wichtiger als „Bohemian Rhapsody“

„Rocketman“, der erste Spielfilm über das Leben von Elton John, wird das Kino verändern. Auch wenn dafür nur wenige Szenen nötig sind. Wie der „Hollywood Reporter“ meldet, soll das Biopic der erste Film eines Major-Filmstudios sein, das eine schwule Sexszene vollständig zeigt.

Damit wird sich „Rocketman“ (Regie: Dexter Fletcher) deutlich von „Bohemian Rhapsody“ unterscheiden, das die sexuelle Identität von Freddie Mercury sehr zaghaft thematisierte und stattdessen eher die vielen Höhe- und wenigen Tiefpunkte in der Karriere von Queen thematisierte. Gleichwohl regnete es Preise für das Biopic über den britische Band und ihren exzentrischen Sänger. Und das Kassenergebnis dürfte lange Zeit nicht mehr von einem Musikfilm geschlagen werden.

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Wie der „Hollywood Reporter“ weiter schreibt, werden in „Rocketman“ gleich mehrere Sexszenen zwischen Elton John (gespielt von Taron Egerton) und seinem ersten schwulen Liebhaber und Musikmanager John Reid (Richard Madden) zu sehen sein. Der Film feierte am Donnerstag Premiere in Cannes und wird am 31. Mai in die Kinos kommen.

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Wird „Rocketman“ in China verboten?

Falls Sie nun übrigens sofort „Brokeback Mountain“ oder „Call Me By Your Name“ auf den Lippen haben, um Einspruch zu erheben, dass es doch schon öfter homosexuellen Sex in größeren Kinofilmen gegeben hat – es gibt da einen kleinen, feinen Unterschied. Ang Lees und Luca Guadagnino sensible Leinwandklassiker wurden von kleineren Studios produziert und richteten sich eher an ein überschaubares Publikum. Anders ist es mit „Rocketman“, der in Tausenden Kinos allein in den USA zu sehen sein wird.

Angeblich hat Paramount lange über die Sexszenen diskutiert, sich aber letztlich dafür entschieden, sie im Film zu belassen. Eine Entscheidung, die Auswirkungen auf das Kassenergebnis haben wird. Höchstwahrscheinlich wird er in China, einem der größten Zweitmärkte für Hollywood-Filme, verboten werden oder müsste komplett umgeschnitten werden. So erging es übrigens auch „Bohemian Rhapsody“, wo alles entfernt wurde, was mit Drogenkonsum und homosexueller Liebe zu tun hatte.


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Der Erfolg von „Bohemian Rhapsody“ war überwältigend: Mit Produktionskosten von 52 Millionen und einem Kinokassen-Ergebnis von stolzen 903 Millionen US-Dollar liegt der Gedanke nahe, eine Fortsetzung zu produzieren – schließlich haben die bewegende Lebensgeschichte von Freddie Mercury und die Karriere von Queen auch nach dem legendären „Live Aid“-Konzert, welches für das Ende des Films mit Hauptdarsteller Rami Malek neu inszeniert wurde, noch großes cineastisches Potential. Bereits vor einigen Monaten plauderte Rudi Dolezal aus, was viele Fans seitdem hoffen: Der Filmemacher, der bei vielen Queen-Videos Regie geführt hat, erklärte: „Ich bin mir sicher, dass [Queen Manager] Jim Beach ein Sequel plant,…
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