Rolling Stones in Stuttgart: Ronnie Wood ist „Meister der Kehrwoche“


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Bei Konzerten der Rolling Stones macht Mick Jagger es sich zur Angewohnheit, Witzchen in der jeweiligen Landessprache zu machen, gerne auch gewürzt mit regionalen Eigenheiten. Solche Gags ließ sich der Sänger auch nicht beim Auftritt der Stones in Stuttgart nehmen. Er spielte auf die Ordnungsliebe der Süddeutschen an.

Seinen Kollegen Ronnie Wood bezeichnete Jagger auf der Bühne als „Meister der Kehrwoche“. Nicht schlecht! Da in der ROLLING-STONE-Redaktion nicht so viele Schwaben sitzen, haben wir uns selbst mal schlau gemacht, bei Wikipedia, was die „Kehrwoche“ überhaupt ist: „Schwäbische oder württembergische Kehrwoche ist die regional übliche Bezeichnung für die geregelte Reinigung gemeinschaftlich benutzter Bereiche in Einfamilien- und Mehrparteienwohnhäusern und von Flächen wie Hauszugängen, Vorplätzen und Gehwegen und Straßen im Gebiet des ehemaligen Württemberg.“

Mick Jagger: „Ich wünschte, ich wäre im Baugewerbe“

Aber auch ohne echten Diss gegen seinen Gitarristen war Mick Jagger zu Scherzen aufgelegt. Er besprach die Mercedes-Benz-Arena („Wir haben hier dreimal gespielt und das Stadion hieß jedes Mal anders“) und die Stadt Stuttgart an sich  („Ich liebe diese Stadt, ich wünschte, ich wäre im Baugewerbe“).

Beim Auftritt der Rolling Stones in Berlin gab es, auf Deutsch, auch schon einige spitze Bemerkungen: „Er ist arm, aber sexy“, sagt der Frontmann, bevor er Ronnie Wood zur Verbeugung nach vorne holte, der Spruch geht auf das berühmte Zitat des ehemaligen Bürgermeisters Klaus Wowereit zurück, der damit das Image Berlins als Abenteuerstadt prägte. Wood grinste dabei, denn „sexy“ versteht er auf jeden Fall, in jeder Sprache. Dann flüsterte Jagger ihm sichtbar die Übersetzung ins Ohr: „POOR, but sexy.“ Und der Gitarrist, seit 1976 dabei und damit dienstjüngster Stone, lachte richtig auf. Er bleibt das Nesthäkchen, wird immer geärgert.

Auch die Bauplanung in Berlin bekam ihr Fett weg. Jagger: „Wir sind auf eurem großartigen neuen Flughafen gelandet. Nur leider ist er noch ganz leer!“ – eine Anspielung auf die Pannenserie beim BER, die dazu führte, dass keiner der Eröffnungstermine des Airports, der erste war für 2007 angesetzt, eingehalten werden konnte.

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BORIS HORVAT AFP/Getty Images

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