Nach dem Tod von Charlie Watts: Gibt es eine Zukunft der Rolling Stones? Drei Szenarien


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Charlie Watts, der Schlagzeuger der Rolling Stones, verstarb am 24. August 2021 im Alter von 80 Jahren. Irgendwann wird sich die Frage stellen, ob und wie es für die Rock-Legenden weitergeht. Ein offizielles Statement der Gruppe zum weiteren Verlauf der geplanten Tournee – eine Absage scheint wahrscheinlich –  sowie zur Zukunft der Band gibt es bis dato nicht.

Dass die Band auch ohne Watts Konzerte geben könnte, war zumindest bis zu dessen Tod eine Option: Am 05. August 2021 gaben die Stones bekannt, dass Watts aufgrund eines nicht näher beschriebenen medizinischen Eingriffs bei den diesjährigen Shows der „No Filter“-Tour 2021 nicht dabei sein könne. Als Ersatzmann wurde Steve Jordan auserkoren. Der ist im Stones-Kosmos kein Unbekannter: Jordan spielte 1986 auf einigen Songs des Albums „Dirty Work“ und war außerdem zwischen 1988 und 1993 Keith Richards‘ Bandkollege bei dessen Nebenprojekt X-Pensive Winos. „Es ist eine riesige Ehre Charlie zu vertreten und ich freue mich auf die Proben mit Mick, Keith und Ronnie“, ließ Jordan damals verlautbaren — und verkündete optimistisch, dass er Watts‘ Platz am Schlagzeug gerne wieder freigebe, sobald dieser wieder auf den Beinen sei.

Wie geht es weiter? Drei Szenarien:

Die Stones spielen die verbleibenden Konzerte mit Steve Jordan — und hören dann auf?

Die Option, dass die Stones zumindest die verbleibenden Tour-Termine mit Jordan wahrnehmen werden — und danach das offizielle Ende ihrer Karriere verkünden — ist realistisch. So bekämen Fans die Möglichkeit, ein letztes Mal Mick, Keith und Ronnie gemeinsam zu sehen – und an Charlie zu denken, der fehlt.

Machen die Stones machen weiter – mit Steve Jordan?

Die zweite Option ist diejenige, die sich vielleicht einige Fans der Band erhoffen: Die Stones machen weiter — auch hier ist es denkbar, dass Drummer Steve Jordan zumindest als Tour-Musiker, wie Darryl Jones, der Bill Wyman auf der Bühne am Bass ersetzte, mitmacht.

Die Stones verkünden ihre Trennung?

Die dritte Möglichkeit ist jene, die nicht ausgeschlossen ist: Die Stones könnten nach 59 Jahren sofort das Ende ihrer Band verkünden.

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