aktuelle Podcast-Folge:

Freiwillige Filmkontrolle - der Rolling Stone Podcast über Film & TV: Mehr Infos

Ryan Adams bricht sein Schweigen: „Glaubt Frauen. Glaubt der Wahrheit!“

Im Februar 2019 wurde bekannt, dass dem US-Singer/Songwriter Ryan Adams von mehreren Frauen vorgeworfen wird, sie emotional missbraucht und unter Druck gesetzt zu haben. Auch einen minderjährigen Fan soll der 44-Jährige über Social-Media kontaktiert und ihr eindeutig sexuelle Nachrichten geschickt haben.

Nun äußerte sich Adams nach langem Schweigen erstmals wieder auf Social Media und richtete eine verwirrende Nachricht an seine Fans. Genaue Stellungnahme zu den Vorwürfen seiner ehemaligen Partnerinnen Mandy Moore und der Newcomerin Phoebe Bridges bezog er dabei nicht.

Ich habe eine Menge zu sagen. Und das werde ich. Bald.
Weil die Wahrheit wichtig ist.
Weil sie das ist, was am meisten zählt.
Ich weiß, wer ich bin. Was ich bin.
Es ist an der Zeit, dass die Leute es erfahren.
Schon längst.

„Stranger in the Alps“ von Phoebe Bridges jetzt auf Amazon bestellen

„Ich will krasse Alben herausbringen“

Adams fuhr unter anderem damit fort, einen Verlust in seiner Familie aufzurollen:

Ich hatte kein leichtes Leben. Ich verlor meinen Bruder an dem Tag, als die Prisoner Tour endete.
Jede Nacht habe ich mich gefragt, ob er noch lebt. Er war stolz auf mich. Dafür waren meine Freunde und Familie da. Und so viele großartige Fans. [..]

Ich will ein Teil des Heilungsprozesses sein. Raus gehen, ein paar tolle Shows spielen und krasse Alben herausbringen. Glaubt Frauen. Glaubt der Wahrheit. Aber vergesst nie, Teil der Lösung zu sein, Teil der Heilung. Ich habe Freunde in dieser Zeit der Selbstreflexion und Stille verloren. So kann ich nicht sein. Es ist zu viel passiert, das wichtig ist. Danke für eure Güte, eure Unterstützung und für diese Zeit, die ich brauchte, um zu entscheiden, wie ich ein Teil eines besseren morgens für jeden werden kann. […]

Außerdem teilte Adams Auszüge seines Albums „Big Colors“, das eigentlich im April veröffentlicht werden sollte. Nach den öffentlichen Vorwürfen, die unter anderem in einem Bericht der „New York Times“ behandelt worden waren,  war dies aber nicht geschehen. Zu seinem Kontakt mit einem 15-jährigen Fan ermittelte auch das FBI. Adams selbst behauptete, die Vorwürfe seien „erschütternd unwahr“.

Vor einigen Wochen kündigte ihm nun auch seine Managerin, nachdem Adams ihr angeblich schrieb, er wolle seine Karriere zurück, arbeiten und weitermachen und sei nicht interessiert an dieser „Heilungs-Scheiße“. Dies teilte sie online in Form von Screenshots einiger seiner Nachrichten mit.

Werbung

Jetzt in die Zukunft starten mit den neuen MagentaMobil Tarifen

Ab sofort inklusive 5G*. Jetzt in die Zukunft starten!

Mehr Infos

The Rolling Stones: Die Lieblingssongs der Redaktion

Maik Brüggemeyer: "Before They Make Me Run" Für mich sind die Rolling Stones keine Song-, sondern eine Soundband. In Martin Scorseses "Shine A Light" kann man sehen, was für eine wacklige Konstruktion dieser Stones-Sound eigentlich ist. Die Band orientiert sich nicht am Takt, den der Schlagzeuger vorgibt, sondern an der Rhythmusgitarre. Und je malader und unberechenbarer Keith Richards mit dem Alter wird, desto unwahrscheinlicher scheint es, dass das funktioniert. Manchmal muss Ron Wood einspringen, und das führt zu seltsamen Verschiebungen und Überlagerungen. Erinnert an die Doppelsechs im modernen Fußball. Das ist Postrock in Reinform! Naja, fast. Der vorne herumgockelnde Jagger…
Weiterlesen
Zur Startseite