Sacha Baron Cohen versucht O. J. Simpson Mordgeständnis zu entlocken

Sacha Baron Cohen ist Meister der Provokation und Polarisierung. Das beweist der Komiker zurzeit erneut mit seiner TV-Show „Who Is America“.

In der satirischen Interviewsendung spricht der Schauspieler in verschiedenen Rollen mit prominenten Persönlichkeiten der US-Politik. So interviewte im Gewande eines ultra-rechten Verschwörungstheoretikers Bernie Sanders, oder sprach als israelischer Anti-Terror-Experte mit dem Politiker Jason Spencer. Der republikanischen Abgeordnete aus dem Repräsentantenhaus in Georgia legte nach der Ausstrahlung der Sendung sein Amt nieder.

O. J. Simpson statt Sarah Palin

In der letzten Folge der ersten Staffel hatten Fans der Serie ursprünglich Sarah Palin erwartet, die sich vorab öffentlich über das Interview mit Cohen beschwert hatte. Doch statt das brisante Material mit der populistischen Politikerin zu präsentieren, entschied sich das Serienteam für einen Clip mit O. J. Simpson. Auch im Gespräch mit dem ehemaligen Footballstar, dessen Prozess um einen Doppelmord in den 1990ern große mediale Aufmerksamkeit erregte, provozierte der Komiker. Simpson wurde von einem Gericht freigesprochen, jedoch glauben viele Amerikaner nach wie vor, dass er seine Ex-Frau und ihren Freund umgebracht hat.

Kooperation

Der Brite verkleidete sich als Gio Monaldo, ein „reichen italienischen Playboy“ und TV-Moderator, der im schwersten italienischen Akzent versucht, Simpson zu einem Mordgeständnis zu bewegen. Zunächst erklärte Cohen seiner deutlich jüngeren Sketch-Partnerin mithilfe von Messerstich-Gesten, wer der Interviewpartner überhaupt sei. Nachdem diese den Raum verließ, gestand der Schauspieler, dass er manchmal darüber nachdenke, die junge Frau umzubringen.

„Wir sind beide Ladykiller!“

Nachdem Cohen und Simpson Highfives austauschten, fuhr der Komiker damit fort, über den Mord an Frauen zu reden: „Sie und ich, wir haben etwas gemeinsam – wir sind beide, wie sagt man, Ladykiller!“, wobei der interviewte Gast die ganze Zeit schmunzelte. „Es klingt nicht so wie es ist, in Italien sagen wir das zu jemanden, der, ähm, Frauen tötet“. An dieser Stelle winkte der Footballstar, der bis zuletzt im Gefängnis wegen eines Raubüberfalls saß, ab: „Warte mal, ich habe niemanden getötet!“ Darauf antwortete Cohen augenzwinkernd: „Ich natürlich auch nicht!“

Unterdessen hat der TV-Sender Showtime erklärt, dass keine weitere „Who Is America“-Staffel bestellt worden sind. Schlechte Einschaltquoten und miese Kritiken machten es wohl auch nicht nötig.


CNN-Report: Wurde James Brown ermordet?

Am Morgen des 24. Dezembers 2006 verstarb James Brown im Emory Crawford Long Hospital in Atlanta, nachdem er wegen einer schweren Lungenentzündung eingeliefert worden war. Laut neuen und umfangreichen Untersuchungen unter der Leitung von CNN ist die Soul-Legende aber keines natürlichen Todes gestorben. James Brown wurde angeblich ermordet. Das sollen neue Gerichts- und Polizeiakten mit Interviews von 140 Personen, 1.300 Textnachrichten und ausführlichen forensischen Tests belegen. 2017 kontaktierte die Zirkusartistin und Sängerin Jacque Hollander, die mit Brown in den Achtzigern zusammen aufgetreten ist, einen CNN-Reporter. Sie gab ihm angeblich brisante Informationen, unter anderem auch, dass Brown sie 1988 vergewaltigt haben…
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