Samuel L. Jackson kontert Quentin Tarantinos Marvel-Kritik


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Vor einer Woche erklärte Quentin Tarantino, dass es in Hollywood auch wegen des Erfolges von Marvel-Produktionen keine echten „Filmstars“ mehr gebe. Der Regisseur erklärte, nicht mehr die Schauspieler würden berühmt, sondern „Captain America ist der Star. Thor ist der Star.“ Es seien jene Franchise-Figuren, die Ruhm erlangen und nicht ihre Darsteller Chris Evans oder Chris Hemsworth.

„Es ist keine wirkliche Streitfrage für mich“

Gänzlich anderer Meinung ist Samuel L. Jackson. Der 73-Jährige hat seinem einstigen Regisseur und Wegbegleiter nun gehörig widersprochen: „Es ist keine wirkliche Streitfrage für mich, ob diese Schauspieler Filmstars sind. Chadwick Boseman ist Black Panther. Das kann man nicht widerlegen, und er ist ein Filmstar“, sagte er in einem Interview gegenüber „Entertainment Weekly“. Er fuhr fort: „Es braucht einen Schauspieler, um diese speziellen Charaktere zu spielen und das Kennzeichen für Filmstars war immer – was, zu begeistern? Worüber reden wir hier eigentlich?“

Samuel L. Jackson verteidigt sein Marvel-Territorium

Die Widerworte von Jackson kommen nicht von ungefähr. Nachdem er durch „Pulp Fiction“ seinen internationalen Durchbruch feierte, tauchte der Schauspieler nicht nur immer wieder in Tarantinos Filmen auf, sondern wurde auch zu einem der wichtigsten Mimen für das „Marvel Cinematic Universe“. Seit dem Jahre 2008 hat er in mehreren Filmen die Rolle des S.H.I.E.L.D.-Anführers Nick Fury übernommen. Zuletzt wurde ihm der Ehrenoscar für sein Lebenswerk verliehen.

Tarantino kann derweil gar nicht abwarten, bis Iron Man, Captain America und Spider-Man wieder von der großen Leinwand verschwinden. So sagte er kürzlich unter Verweis auf das Aussterben der Hollywood-Musicals in den 60er-Jahren, er könne „nicht warten, bis man das auch über Superheldenfilme sagen kann“.