H.P. Baxxter performt live bei NFL-Gastspiel: So klang Scooter in Berlin
Beim NFL-Spiel der Indianapolis Colts in Berlin performte Scooter-Frontmann H.P. Baxxter den Touchdown-Song „Maria (I Like It Loud)“ live im Stadion.
Historischer Moment im Berliner Olympiastadion: Beim Gastspiel der National Football League (NFL) in Deutschland ist erstmals ein Touchdown-Song live im Stadion aufgeführt worden – und zwar von Scooter.
Am 9. November traten die Indianapolis Colts in der Hauptstadt gegen die Atlanta Falcons an. Seit 2023 ist der offizielle Touchdown-Song der Colts der Scooter-Hit „Maria (I Like It Loud)“. Schon nach 8:36 Minuten im ersten Viertel konnten die Anhänger der Colts jubeln: Runningback Jonathan Taylor erzielte den ersten Touchdown für Indianapolis. Als die ersten Beats unmittelbar nach dem Triumphmoment ertönten, trat Scooter-Frontmann H.P. Baxxter höchstpersönlich in der Endzone auf dem Spielfeld auf und sang den Song live im Stadion.
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„Energie, Scooter, Power und Sport“
„Es ist eine große Ehre, Teil dieses einzigartigen Moments in der NFL-Geschichte zu sein“, sagte Baxxter unmittelbar nach der Performance laut einer Pressemitteilung. „Im Sport ist es ja üblich, Tor-Songs zu haben. Das hier war ein Novum. Das beweist, dass Energie, Scooter, Power und Sport gut zusammenpassen.“
Dem Spiel wohnten über 70.000 Fans bei, die auch während der Halbzeit musikalisch auf ihre Kosten kamen: Der australische Popstar The Kid LAROI unterhielt das Publikum in der Halftime-Show mit seinen Radiohits. Diese sorgten unter Football-Fans aber nicht für allzu große Begeisterung: In der Halbzeit kam der Sound wohl nicht in allen Ecken des Stadions gut an, wie HNA berichtete, und einige Zuschauer:innen spotteten nach dem Spiel über die Qualität der Performance von The Kid LAROI: „Kid Laroi beste Einschlafmusik. Muss ich mir merken“, schrieb ein User auf X. Ein anderer bezeichnete die Halftime-Show als „schlechteste ever“, weitere wiederum als „tot“ und „langweilig, total langweilig!“.
„Wie ein Heimspiel“
Scooter allerdings gelang es durchaus, das Stadion zum Mitsingen zu bewegen. Entsprechend ausgelassen war die Feierstimmung im Stadion während der Spielminuten. „Es war ziemlich laut“, befand Shane Steichen, der Head Coach der Indianapolis Colts, gegenüber SPORT1 nach dem Spiel und fügte in Richtung der Deutschen hinzu: „Ich weiß, ihr singt gern. Und wenn die Stimmen erklingen, ist es wirklich laut. Es hat aber riesigen Spaß gemacht, die Atmosphäre war einfach phänomenal.“
Auch Kenny Moore, Cornerback der Colts, lobte das Publikum: „Die Gastfreundschaft war super. Es hat sich wirklich wie ein Heimspiel angefühlt.“
Indianapolis Colts bleiben siegreich
Indianapolis gewann das Spiel schließlich in der Overtime mit 31:25. Mit einer Bilanz von acht Siegen und zwei Niederlagen sind die Colts, die vor der Saison eher als Außenseiter galten, voll auf Playoff-Kurs. Bei den Falcons hingegen schwinden die Playoff-Chancen nach drei Siegen und sechs Niederlagen.