Scorpions verschmähen Autokino-Konzerte


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„Die Scorpions sind nicht daran interessiert, diese Autokino-Shows zu spielen“, stellte Matthias Jabs
in eine Interview klar. „Da kommt keine Stimmung auf, denke ich, nicht für das Publikum und besonders nicht für die Bands. Du musst in der Lage sein, mit dem Auditorium zu kommunizieren. Und das gilt auch für live gestreamte Shows im Studio vom irgendjemand ohne Publikum. Das gibt Leuten etwas zum Anschauen. Aber der Künstler – besonders eine Band wie die Scorpions, die es liebt mit dem Publikum zu kommunizieren – was soll der tun?“

Klartext im Gespräch bei „Pollstar Live! Digital Session“! Von den Scorpions gibt es nur 100 Prozent Bühnenshow oder eben gar nichts. Jabs weiter: „Du kannst vielleicht dieses Energie-Level während der ersten zwei, drei Songs halten, aber was machst du du dann nach einer Stunde? Es gibt keinen, für den du spielst, niemanden, mit dem du reden kannst, und niemanden, der mitsingt. Ich denke nicht, dass sich das richtig anfühlt. Es ist nicht wirklich eine Option für uns.“

Las Vegas muss auf die Scorpions warten

So muss nun also ein anderer Plan her, wie es live weitergehen kann, solange wegen der Corona-Pandemie Großveranstaltungen untersagt bleiben. Die geplanten Las-Vegas-Gigs sollen schnellstmöglich nächstes Jahr nachgeholt werden.

Die Scorpions wollen laut Jabs nun einfach erst einmal abwarten. Die ganze Event-Branche hänge schließlich an einem möglichen Impfstoff, der die Situation für alle erleichtern könnte. Spezielle Corona-Konzerte mit verschärften Hygieneregeln kommen, wenn es nach der Band geht, auch in naher Zukunft nicht in Frage.